Lebensdaten
1805 bis 1885
Beruf/Funktion
katholischer Priester ; Theologe ; Domkapitular in Rottenburg (Neckar)
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 117278513 | OGND | VIAF: 64779856
Namensvarianten
  • Welte, Benedict
  • Welte, Benedikt Konrad
  • Welte, Benedikt von (seit 1883)
  • mehr

Verknüpfungen

Von der Person ausgehende Verknüpfungen

Personen in der GND - Bekannte und Freunde

Verknüpfungen auf die Person andernorts

Aus dem Register von NDB/ADB

Verknüpfungen zu anderen Personen wurden aus den Registerangaben von NDB und ADB übernommen und durch computerlinguistische Analyse und Identifikation gewonnen. Soweit möglich wird auf Artikel verwiesen, andernfalls auf das Digitalisat.

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Auf der Karte werden im Anfangszustand bereits alle zu der Person lokalisierten Orte eingetragen und bei Überlagerung je nach Zoomstufe zusammengefaßt. Der Schatten des Symbols ist etwas stärker und es kann durch Klick aufgefaltet werden. Jeder Ort bietet bei Klick oder Mouseover einen Infokasten. Über den Ortsnamen kann eine Suche im Datenbestand ausgelöst werden.

Zitierweise

Welte, Benedikt von (seit 1883), Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd117278513.html [11.04.2021].

CC0

  • Leben

    Welte: Benedict W., katholischer Theologe, geboren 1805 zu Ratzenried, am 27. Mai 1885 zu Rottenburg. Er machte seine Studien zu Tübingen, wurde 1833 Priester, 1835 Repetent im Convict zu Tübingen. 1836 übernahm er die Vorlesungen des am 31. Juli gestorbenen Professors der alttestamentlichen Exegese, J. G. Herbst (s. A. D. B. XII, 50). wurde 1837 zum Hülfslehrer, 1838 zum außerordentlichen, 1840 zum ordentlichen Professor für dieses Fach ernannt, welches er eine Reihe von Jahren ehrenvoll vertrat. Die letzten Jahre verlebte er, körperlich und geistig arbeitsunfähig, als Domcapitular in Rottenburg. 1840—44 besorgte W. die Herausgabe von J. G. Herbst's „Historisch-kritischer Einleitung in das A. T.“ in vier Bänden. Er hat das Manuscript von Herbst vielfach vervollständigt und berichtigt, bei manchen einzelnen Fragen conservativere Anschauungen vertheidigt. Der vierte Band, die deutero-kanonischen Bücher, ist ganz von W. verfaßt. Seine conservative Richtung bekundet W. auch in der 1841 erschienenen Schrift „Nachmosaisches im Pentateuch beleuchtet“. Manche Punkte der alttestamentlichen Einleitung hat er in Aufsätzen und Recensionen in der Tübinger Quartalschrift und in Artikeln des Kirchenlexikons behandelt. Die einzige eigentlich exegetische Arbeit ist „Das Buch Hiob übersetzt und erklärt“ (1849). Unter den katholischen Gelehrten des 19. Jahrhunderts, die als Lehrer und Schriftsteller auf dem Gebiete der alttestamentlichen Wissenschaft gearbeitet haben, nimmt W. wenn nicht den ersten Platz, so jedenfalls einen der ersten Plätze ein. So lange W. in Tübingen Ordinarius war, war er auch Mitherausgeber der Tübinger Theologischen Quartalschrift. 1846 übernahm er mit Professor J. H. Wetzer in Freiburg die Redaction des von dem Heider'schen Verlag in Freiburg von 1854 an veröffentlichten Kirchenlexikons, welches 1860 mit dem Generalregisterbande (12 Bände) vollendet wurde. Die zweite Auflage erscheint seit 1882, begonnen von Cardinal Hergenröther, fortgesetzt von Prof Fr. Kaulen in Bonn.

    • Literatur

      A. M. Weiß, Herder. Freiburg 1889. — Hurter, Nomenclator III, 795, 1268. — Werner, Gesch. der kath. Theologie, S. 473 u. f.

  • Autor/in

    Reusch.
  • Empfohlene Zitierweise

    Reusch, Heinrich, "Welte, Benedikt von" in: Allgemeine Deutsche Biographie 41 (1896), S. 692 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd117278513.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA