• Genealogie

    Aus alter Winzerfamilie;
    V Friedrich (1809–90), Winzer in Zeltingen;
    M Anna Maria (1811–71), T des Winzers Josef Fink in Zeltingen.

  • Leben

    E. studierte in Würzburg Philosophie, Geschichte und Theologie und erwarb 1880 den Dr. phil. Seine theologischen Studien vollendete er wegen des preußischen Kulturkampfes im bayerischen Eichstätt, wo er 1883 die Priesterweihe empfing. Mehrfach zu Studienzwecken nach Rom beurlaubt, war er zwischendurch in seiner Heimatdiözese Trier in verschiedenen Seelsorgestellen tätig, bis er 1895 die Leitung des Historischen Instituts der Görresgesellschaft in Rom übernahm, die er, von der durch den 1. Weltkrieg erzwungenen Unterbrechung abgesehen, bis zu seinem Tode innehatte. Schon 1893 waren „Römische Dokumente zur Geschichte der Ehescheidung Heinrichs VIII.“ erschienen. Es folgten 1895/99 zwei Bände „Nuntiaturberichte aus Deutschland 1585-1590“, an deren 1. Band A. Meister mitbeteiligt war. Sein Lebenswerk aber wurde die Herausgabe der Quellen zum Konzil von Trient, die er zusammen mit S. Merkle im Auftrag der Görresgesellschaft übernahm. Die stattlichen Bände IV, V, VIII und IX des Concilium Tridentinum (1904–24) fanden in wissenschaftlichen Kreisen gebührende Beachtung. Mitherausgeber der Römischen Quartalschrift 1897-1906.

  • Literatur

    H. Ries, St. E., ein Lb., in: Archiv f. mittelrhein. KG 7, 1955, S. 388 ff. (W, L).

  • Portraits

    Phot. (Bistumsarchiv Trier).

  • Autor/in

    Robert Haaß
  • Empfohlene Zitierweise

    Haaß, Robert, "Ehses, Stephan" in: Neue Deutsche Biographie 4 (1959), S. 366 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116409738.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA