Dates of Life
1849 bis 1927
Place of birth
Crispendorf (Thüringen)
Place of death
München
Occupation
Mediziner ; Internist ; Pharmakologe ; Schriftsteller
Religious Denomination
keine Angabe
Authority Data
GND: 116077697 | OGND | VIAF
Alternate Names
  • Penzoldt, Franz
  • Penzoldt, F.

Archival Sources

Relations

Outbound Links from this Person

Genealogical Section (NDB)
Personen in der GND - familiäre Beziehungen

The links to other persons were taken from the printed Index of NDB and ADB and additionally extracted by computational analysis and identification. The articles are linked in full-text version where possible. Otherwise the digital image is linked instead.

Places

Map Icons
Marker Geburtsort Place of birth
Marker Wirkungsort Place of activity
Marker Sterbeort Place of death
Marker Begräbnisort Place of interment

Localized places could be overlay each other depending on the zoo m level. In this case the shadow of the symbol is darker and the individual place symbols will fold up by clicking upon. A click on an individual place symbol opens a popup providing a link to search for other references to this place in the database.

Citation

Penzoldt, Franz, Index entry in: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116077697.html [23.04.2019].

CC0

  • Genealogy

    V Franz, Pfarrer in C. u. Weimar;
    M Anna Barkmann;
    1885 Valerie Beckh (1867–1946), T d. N. N., Bes. d. Güter Rathsberg u. Atzelsberg b. Erlangen;
    4 S, u. a. Fritz (1887-1959), Dr. med., Arzt, Schriftst. (s. Kürschner, Lit.-Kal., Nekr. 1936-1970), Ernst (s. 2).

  • Life

    P. besuchte 1857-66 das Gymnasium in Weimar und studierte Naturwissenschaften und Medizin in Jena und Tübingen. Dabei wurde er in Jena besonders durch den Zoologen Ernst Haeckel (1834–1919), den Anatomen Karl Gegenbaur (1826–1903) und den Internisten Carl Gerhardt (1833–1902), in Tübingen durch den Internisten Felix v. Niemeyer (1820–1871) geprägt. Er legte in Tübingen 1872 das med. Staatsexamen ab, erhielt die Approbation und wurde im selben Jahr in Jena zum Dr. med. promoviert (Über d. hämorrhag. Infarkt d. Lunge b. Herzkranken), wo er Assistenzarzt an der Medizinischen Klinik unter Wilhelm Leube (1842–1922) wurde. 1873 hielt er sich zu einem Studienaufenthalt in Wien auf, 1874 folgte er seinem Lehrer Leube nach Erlangen. Hier habilitierte er sich 1875 für das Fach Innere Medizin (Die Magenerweiterung) und wurde zum Privatdozenten ernannt. 1878 wurde P. Oberarzt des Ambulatoriums der Medizinischen Klinik und 1882 ao. Professor für Klinische Propädeutik. Nach dem Weggang Leubes nach Würzburg übernahm er 1885/86 die kommissarische Leitung der Medizinischen Klinik und Poliklinik. 1885 wurde er gleichzeitig zum o. Professor für Pharmakologie ernannt und 1893 zum Direktor eines neu errichteten pharmakologisch-poliklinischen Instituts bestellt, das er bis 1910 leitete. 1903 wurde er o. Professor für Medizinische Poliklinik und Innere Medizin sowie Direktor der Medizinischen Universitätsklinik (1900/01 Prorektor, 1920 emeritiert). Seine Tätigkeit wurde mehrfach durch längere Krankheit (Tuberkulose) unterbrochen. 1914-18 leistete P. Militärdienst.

    Wissenschaftlich untersuchte P. zunächst die Tuberkulose, Leukämien, hämorrhagische Diathesen und den Diabetes, wobei vor allem Studien über den gesteigerten Zellstoffwechsel und dessen Einfluß auf den Gesamtstoffwechsel bei Leukosen und beim Morbus Werlhof hervorzuheben sind. Ferner arbeitete er an der Weiterentwicklung und Standardisierung von Perkussion und Auskultation bei der Diagnose und Prognose von Lungenerkrankungen, insbes. der Tuberkulose. P.s Verdienste in der klinischen Pharmakologie betrafen die systematische Übertragung von Ergebnissen der Grundlagenforschung in die klinische Anwendung, wobei erste Ansätze zu einer Qualitätskontrolle gemacht wurden. Auf dem Gebiet der Gastroenterologie entwickelte er Methoden zur quantitaven Erfassung von Verdauung und Resorption im Magen.|

  • Awards

    Ehrenbürger v. Erlangen (1919); Dr. h. c. (Erlangen, 1919); bayer. Geh. Rat (1927).

  • Works

    u. a. Ältere u. neuere Harnproben u. ihr prakt. Wert, 1884;
    Lehrb. d. klin. Arzneibehandlung, 1889, 101923;
    ca. 100 Aufss.Mithg.: Hdb. d. Therapie innerer Krankheiten, 6 Bde., 1894–96, 2. Aufl. in 7 Bdn., 1897/98 (mit R. Stintzing). – Autobiogr. Aufzeichnungen in: L. R. Grote (Hg.), Die Medizin d. Gegenwart in Selbstdarstellungen, II, 1923, S. 167-86 (W-Verz., P).

  • Literature

    F. Jamin. in: Münchner Med. Wschr. 74, 1927, S. 1649, 1883;
    A. Schittenhelm, in: Dt. Med. Wschr. 63, 1927, S. 1831;
    K. H. Hagel, Personalbibliogrr. v. Professoren u. Dozenten d. Med. Univ. Klinik u. Poliklinik d. Univ. Erlangen-Nürnberg, Diss. Erlangen 1968 (W-Verz.);
    A. Ley. in: R. Wittern (Hg), Die Professoren u. Dozenten d. Friedrich-Alexander-Univ. Erlangen 1743-1960, hg. v. R. Wittern, T. 2., 1999.

  • Portraits

    Bronzebüste, um 1919 (ehem. Univ. Erlangen, verschollen), Abb. s. Ernst. P. – Kunst u. Poesie, Ausst.kat. Erlangen, 1992, S. 23 (Porträtslg. d. Univ.bibl. Erlangen).

  • Author

    August W. Holldorf
  • Citation

    Holldorf, August W., "Penzoldt, Franz" in: Neue Deutsche Biographie 20 (2001), S. 175 [online version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116077697.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA