Lebensdaten
1648 bis 1709
Geburtsort
Lingen/Ems
Sterbeort
Berlin
Beruf/Funktion
brandenburgischer Beamter
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 116029145 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Danckelman, Daniel Ludolf Freiherr von
  • Danckelman, Daniel Ludolf
  • Danckelman, Daniel Ludolphus
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Zitierweise

Danckelman, Daniel Ludolf Freiherr von, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116029145.html [31.03.2020].

CC0

  • Genealogie

    V Silvester Jakob (1601–79), oranischer Rat, Oberster Landrichter der Gfsch. Lingen, an der Abfassung des Westfälischen Friedensinstruments beteiligt, S des Johann (s. Einl.), u. der Marg. Muntz aus Beamtenfamilie;
    M Beate (1615–83), T des lippischen Rats Dr. iur. Joh. Derenthal (1575–1630) u. der Anna v. Campen;
    Om Daniel Ernst v. Derenthal, brandenburgischer GR u. Vizekanzler des Fürstentums Minden;
    B (sämtliche in brandenburgischen Diensten) Johann (1637–1715), Admiralitätspräsident, Thomas Ernst (1638–1709), Oberrichter der Gfsch. Lingen, Gesandter in London, Sylvester Jac. (1640–95), Staatsminister, Kanzler, Präs. des Kammergerichts, Eberhard s. (3), Nic. Bartholomäus s. Genealogie (4), Wilh. Heinr. (1654–1729, ⚭ Anna Jul. v. Derenthal, seine Cousine), GR u. Kanzler in Minden; ledig; Neffen (Söhne v. Wilhelm Heinr.) Wilh. Frdr. (1682–1740), hessischer RegierungsPräs. in Hanau, dann Staatsminister in Berlin, Joh. Christoph, Reg.Präs. in Minden.

  • Leben

    Nach dem Studium der Rechte in Heidelberg wurde D. vom Kurfürst Friedrich Wilhelm als Erzieher seines jüngsten Sohnes aus der Ehe mit Luise Henriette, des Markgrafen Ludwig, an den Berliner Hof berufen. 1675 ernannte ihn der Kurfürst zum Mitglied der halberstädtischen Regierung und gleichzeitig zum Kammerrat des jungen Prinzen. In gleicher Stellung verblieb er auch nach dessen Tode (1681) bei der Witwe, Markgräfin Luise Charlotte, einer geborenen Prinzessin Radziwill. 1685 ernannte ihn der Große Kurfürst zum Hof- und Kammergerichtsrat, Mai 1688 Kurfürst Friedrich III. zum Geheimen Kabinettsrat und Maître des Requêtes, mit der Aufgabe, über alle an den Landesherrn gerichteten Eingaben, Petitionen und Beschwerden diesem Bericht zu erstatten und dessen darauf ergehende Verfügungen zur Expedition zu bringen. 1.1.1691 wurde D. Wirklicher Geheimer Staatsrat und Generalkriegskommissar, Juli 1694 auch Kurator der neu begründeten Friedrichs-Universität in Halle. Oktober bis November 1692 weilte er in diplomatischer Mission in London. Nach dem Sturze seines Bruders Eberhard mußte er sein hohes Amt dem Grafen Magnus Dönhoff einräumen und sich 1698-1701 mit der Stellung eines Oberdirektors des Fürstentums Halberstadt|begnügen. Anfang 1702 berief ihn jedoch der nunmehrige König Friedrich I. als Präsident des Berliner Konsistoriums in die Hauptstadt zurück. D. war wohl neben Eberhard der Vielseitigste und Gewandteste des „Siebengestirns“.

  • Literatur

    S. Isaacsohn, Gesch. d. preuß. Beamtentums II, 1878, S. 241 u. ö.;
    F. Holtze, Gesch. d. Kammergerichts in Brandenburg-Preußen, II. T., 1891, S. 302;
    Dipl. Vertr. I, S. 36;
    J. H. Zedler, VII, Halle u. Leipzig 1734, S. 115 f.

  • Autor/in

    Hans Saring
  • Empfohlene Zitierweise

    Saring, Hans, "Danckelman, Daniel Ludolf Freiherr von" in: Neue Deutsche Biographie 3 (1957), S. 502 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116029145.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA