Lebensdaten
1844 bis 1915
Geburtsort
Karkeln am Kurischen Haff (Ostpreußen)
Sterbeort
Leipzig
Beruf/Funktion
evangelischer Theologe
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 115602445 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Heinrici, Carl Friedrich Georg
  • Heinrici, Georg
  • Heinrici, Carl Friedrich Georg
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Zitierweise

Heinrici, Georg, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd115602445.html [18.10.2018].

CC0

  • Genealogie

    V August ( 1881), Konsistorialrat u. Sup. in Gumbinnen, Pastoren-S;
    M Ida Kempfer;
    B Paul (1859–1938), Sup. in Königsberg;
    - 1) Ellen Wilkinson, 2) Paula, T d. Paul Eck ( 1889), WGR, Unterstaatssekr. im Reichsamt d. Innern, Mitgl. d. Statist. Zentralkomm. (S d. Gottlieb Wilh. Eck, 1795–1848, Geh. Medizinalrat, Prof. d. Med. in Berlin, Generalarzt, s. BLÄ), u. d. Malwine v. Wißmann;
    Om d. 1. Ehefrau Carl Twesten ( 1870), Politiker;
    K, u. a. Carl (1876–1944), Dr. iur., Staatssekr. im Reichsmin. f. Ernährung u. Landwirtsch. (s. Wi. 1935);
    N Gotthard (1886-1971), Gen.oberst, 1945 Oberbefehlshaber d. IV. Armee.

  • Leben

    H. habilitierte sich 1871 in Berlin für neutestamentliche Exegese, wurde 1873 als außerordentlicher Professor nach Marburg berufen, dort 1874 zum ordentlichen Professor ernannt und ging 1892 als Nachfolger Th. Zahns nach Leipzig. Das Hauptinteresse und die bleibende Bedeutung seiner Arbeit lagen auf der Erforschung des Zusammenhangs des Urchristentums mit seiner griechischen Umwelt, wobei ihn die Absicht leitete, die Besonderheit der christlichen Gemeinden und ihrer Lehren festzustellen. Er untersuchte die Entstehung der christlichen Gemeindeverfassung und veröffentlichte 1880-87 Kommentare zu den Korintherbriefen, die Paulus zum ersten Male wirklich in die|Welt des Griechentums hineinstellten; ebenso untersuchte er den Zusammenhang des neutestamentlichen Griechisch mit der griechischen Volkssprache und die Vorgeschichte neutestamentlicher Begriffe. H. kann darum als ein Vorläufer der „Religionsgeschichtlichen Schule“ bezeichnet werden, deren Behauptung eines Zusammenhangs des hellenistischen Christentums mit der hellenistischen Mystik er freilich scharf ablehnte. Sein Plan eines hellenistischen Thesaurus zum Neuen Testament kam nicht mehr zur Ausführung und ist bis heute über die Planung nicht hinausgelangt. H.s Interesse galt auch der Geschichte der Exegese und der christlichen Archäologie.

  • Werke

    Weitere W u. a. Die Christengemeinde Korinths u. d. rel. Genossenschaften d. Griechen, in: Zs. f. wiss. Theol. 19, 1876, S. 465-526;
    Die Bergpredigt quellenkrit. untersucht, 1899;
    Die Bergpredigt begriffsgeschichtl. untersucht, 1905;
    Der literar. Charakter d. neutestamentl. Schrr., 1918;
    Die Hermesmystik u. d. NT, hrsg. u. eingel. v. E. v. Dobschütz, 1918 (unvollendet; W-Verz.
    S. XIX-XXII).

  • Literatur

    A. Hauck, in: Berr. üb. d. Verhh. d. kgl. sächs. Ak. d. Wiss. zu Leipzig, Philol.-hist. Kl. 67, 1915, S. 121-31;
    G. Kittel, in: Dt.-Evangelisch 16, 1915, S. 547-51;
    Francke, in: Neues Sächs. Kirchenbl. 23, 1916, S. 33-36;
    W. G. Kümmel, Das NT, Gesch. d. Erforschung s. Probleme, 1958, S. 267 f., 410 f.;
    DBJ I (Tl. 1915, L).

  • Portraits

    in: Neutestamentl. Stud., G. H. zu s. 70. Geb.-tag dargebracht, 1914.

  • Autor/in

    Werner Georg Kümmel
  • Empfohlene Zitierweise

    Kümmel, Werner Georg, "Heinrici, Georg" in: Neue Deutsche Biographie 8 (1969), S. 434 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd115602445.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA