Lebensdaten
1752 bis 1836
Beruf/Funktion
Philosoph
Konfession
evangelischer Vater
Normdaten
GND: 100101844 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Degen, Johann Friedrich
  • Degen, Ioannes Fridericus
  • Degen, Ioh. Friederich
  • mehr

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Auf der Karte werden im Anfangszustand bereits alle zu der Person lokalisierten Orte eingetragen und bei Überlagerung je nach Zoomstufe zusammengefaßt. Der Schatten des Symbols ist etwas stärker und es kann durch Klick aufgefaltet werden. Jeder Ort bietet bei Klick oder Mouseover einen Infokasten. Über den Ortsnamen kann eine Suche im Datenbestand ausgelöst werden.

Zitierweise

Degen, Johann Friedrich, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd100101844.html [20.05.2019].

CC0

  • Leben

    Degen: Johann Friedrich D., Sohn eines Predigers, geb. 16. Dec. 1752 zu Affalterthal in Franken, 16. Jan. 1836. Vorgebildet auf dem akademischen Gymnasium zu Coburg bezog er 1772 die Universität zu Erlangen, um unter Harles, den er schon in Coburg als Lehrer gehabt, Philologie zu studiren. Seine erste Verwendung im Lehrfache erhielt er 1775 als Collaborator am Gymnasium zu Erlangen, 1776 wurde er als Lehrer der zweiten Classe an|das Gymnasium zu Ansbach berufen, 1790 zum Director und Inspector der Fürstenschule zu Neustadt an der Aisch ernannt; zuletzt (1803) kam er als erster Professor an das Gymnasium zu Baireuth, und ward 1811 zu dessen Rector ernannt, wo er 19 Jahre wirkte, bis er 1821 in den verdienten Ruhestand trat. Als Schriftsteller entwickelte D. eine ungemein fruchtbare und fast polyhistorische Thätigkeit. Abgesehen davon, daß er sehr zahlreiche Beiträge zu Zeitschriften der verschiedensten Gattung lieferte und mehrere zeitweise selbst redigirte, hat er auch eine beträchtliche Anzahl von selbständigen Schriften verfaßt, von denen es genüge, folgende zur Charakteristik seiner bunten literarischen Betriebsamkeit namhaft zu machen: „Ueber die Philosophie des (Pseudo) Anakreon", 1776; „Einige Gedanken über den Roman", 1777; „Ueber die Wahl der Gattin", 1778; „Ueber die redende Grazie“, 1779—83. 3 Stücke; „Tibulls Elegien mit Anm.“, 1781; „De idiomatibus graecae dictionis“, 1780—81; „Anacreontis carmina“, 1781. 1786 u. 1808, dieselben deutsch 1782 u. 1821; „Herodots Geschichten übersetzt", 1783—91. 6 Bde.; „Deutsche Anthologie der römischen Elegiker", 1784; „Gedichte", 1786 (manche auch in Musenalmanachen); „Fränkische Blumenlese auf die J. 1785—87"; „Bibliothek für kleine akademische und scholastische Schriften, theolog philolog. und pädagogischen Inhalts“, 1795—96; „Litteratur der deutschen Uebersetzungen der Römer (1794 und 99) und der Griechen“, 1798 und 99; „Cicero de officiis mit deutschem Commentar", 1800. 1820 und 25; „Vorträge über Gegenstände der Bildung und Erziehung", 1800 und 1818; „Beiträge zu den Wünschen und Vorschlägen zur Verbesserung der Schulen und ihres Unterrichts“, 7 Stücke, 1800—3; „Ueber Vorsehungsbegriffe, ihre Entstehung und Ausbildung“, 1806; „De invocatione poetica ejusque origine et usu“, 1811; „De nummo Casano etc.“, 1817.

    • Literatur

      Biographische und litterarische Nachrichten von den Schriftstellern in den Fürstenthümern Anspach und Bayreuth von Andr. Meyer (1782), S. 28 ff. Christ. W. Bock, Sammlung von Bildnissen gelehrter Männer etc. I. Heft 6. (Jäck) Lebensmomente aller baier. Civil- und Militärbedienstigten, Heft 5, S. 7 ff. 1819.

  • Autor/in

    Halm.
  • Empfohlene Zitierweise

    Halm, Karl Ritter von, "Degen, Johann Friedrich" in: Allgemeine Deutsche Biographie 5 (1877), S. 22-23 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd100101844.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA