Lebensdaten
unbekannt
Beruf/Funktion
hinterpommersches Adelsgeschlecht
Konfession
katholisch,evangelisch
Normdaten
GND: 139772472 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Bonin

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Zitierweise

Bonin, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd139772472.html [22.02.2019].

CC0

  • Leben

    Das seit dem 13. Jahrhundert nachweisbare Geschlecht teilte sich in mehrere Linien. Der Linie Karzin, deren Stammvater das Mitglied des brandenburgischen Ratskollegiums Georg (1613–70) ist, der mehrfach in diplomatischen Missionen in Schweden und Polen war, entstammen Anselm Christoph (1685–1755), der als Oberst in den schlesischen Kriegen den Pour le mérite erhielt, Gustav s. (2), Eduard s. (1) und Konrad (1847–1935), dessen Frau Anna (1856–1933), geborene von Zanthier - eine Verwandte Bismarcks - unter dem Pseudonym Hans Werder durch Romane aus ihrer pommerschen Heimat bekannt wurde. Der Dramatiker und Hoftheaterintendant in Neustrelitz Christian Friedrich (1755–1813) entstammt einer anderen Linie.

  • Literatur

    U. v. B., Gesch. d. hinterpomm. Geschlechts v. B. bis z. J. 1863, 1864;zu Georg:
    ADB III: O. Meinardus, Protokolle u. Relationen d. brandenburg. Geh. Rats aus d. Zeit d. Kf. Frdr. Wilh., Bd. 1-7, 1917;
    Repertorium d. diplomat. Vertreter|aller Länder, hrsg. v. L. Bittner u. L. Groß, Bd. 1, 1936;zu Anselm Christoph:
    Priesdorff I, S. 256;zu Anna: Kosch, Lit.-Lex. I (W)
    ;zu Christian Frdr.:
    ADB III;
    Kosch, Lit-Lex. I (W, L).

  • Autor/in

    Hans Branig
  • Familienmitglieder

  • Empfohlene Zitierweise

    Branig, Hans, "Bonin" in: Neue Deutsche Biographie 2 (1955), S. 446 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd139772472.html#ndbcontent

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  • Leben

    Bonin. Das alte pommersche Adelsgeschlecht war von je vorzugsweise in Hinterpommern begütert, hat sich aber auch in Ostpreußen ansässig gemacht. Im 17. Jahrhundert und später bis in die neueste Zeit haben sich viele Mitglieder im Staatsdienst ausgezeichnet: Georg Otto v. B. ( 1670) war brandenburg. wirklicher Geheimer Staats- und Kriegsrath, auch Domdechant zu Colberg; Casimir Wedigo v. B. ( 1752) war preuß. Generallieutenant und Chef eines Dragonerregiments; Anselm Christoph v. B. ( 1755) war ebenfalls preuß. Generallieutenant, dazu Commandant von Magdeburg, Amtshauptmann zu Memel und Droste zu Blankenstein in der Grafschaft Mark. In den Kriegen Friedrichs des Großen fanden einen ruhmvollen Tod: Heinrich v. B., Major im Regimente von Hülsen, fiel in der Schlacht von Lowositz; Christoph Wedigo, Capitän im Grenadierbataillon v. Billerbeck, Johann Friedrich, Major im Regiment v. Schultz und ein Fähnrich v. B. vom Regimente v. Manteuffel, fielen in der Schlacht bei Prag, endlich ein Karl Wedigo v. B., Lieutenant im Regimente Grabow in der Schlacht bei Kunersdorf. Ein v. B. ( als Hauptmann 1813) wurde von seinem|mütterlichen Oheim, dem preußischen Generalfeldmarschall v. Möllendorf adoptirt und fügte Namen und Wappen des letzteren dem seinigen hinzu. Nach seinem Tode wurden seine Enkel, zwei Freiherren v. Wilamowitz, von dem Generalfeldmarschall ebenfalls adoptirt als Wilamowitz-Möllendorf.

  • Autor/in

    v. Bülow.
  • Empfohlene Zitierweise

    Bülow, von, "Bonin" in: Allgemeine Deutsche Biographie 3 (1876), S. 127-128 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd139772472.html#adbcontent

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