Lebensdaten
erwähnt 1019, gestorben 1027
Beruf/Funktion
Herzog von Oberlothringen
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 136968376 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Friedrich von Oberlothringen
  • Friedrich II.
  • Friedrich von Oberlothringen
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Zitierweise

Friedrich II., Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd136968376.html [20.11.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Hzg. Dietrich ( wahrsch. 1027), S d. Hzg. Frdr. I. v. O. ( 978, s. NDB V);
    Mathilde ( 1030/33, 1] Hzg. Konrad v. Kärnten, 1011); Schwägerin Kaiserin Gisela ( 1043), T d. Hzg. Hermann II. v. Schwaben ( 1003) u. d. Gerberga v. Burgund;
    1 S Friedrich (früh †), 2 T Sophie ( Gf. Ludwig v. Mömpelgard), Beatrix ( 1] Mgf. Bonifaz v. Tuscien, 1052, 2] Hzg. Gottfried II. der Bärtige v. Niederlothringen, 1069);
    Stief-S Konrad d. J. ( 1039), Hzg. v. Worms, dann v. Kärnten.

  • Leben

    F. nahm schon seit 1019 als Herzogssohn an der Verwaltung des Herzogtums teil. Bei der Königswahl Konrads II. 1024 in Kamba gehörte er als Stiefvater des jüngeren Konrad der Fürstenopposition an und verharrte darin bis 1030, ohne sich jedoch den Empörungen Herzog Ernsts anzuschließen. Ob der erhaltene Brief seiner Gemahlin Mathilde an Mesko von Polen auf königsfeindliche Beziehungen hindeutet, läßt sich infolge Fehlens weiterer Nachrichten nicht mehr entscheiden. Seit seiner Aussöhnung mit Konrad II. 1030 war er dessen treuer Anhänger. Nach seinem Tode wurde Oberlothringen unter Herzog Gozelo mit Niederlothringen vereinigt.

  • Literatur

    ADB VII;
    W. v. Giesebrecht, Dt. Kaiserzeit II, 51885;
    Jbb. d. Dt. Gesch., Konrad II.;
    H. Renn, Das erste Luxemburger Grafenhaus (963-1136), 1941.

  • Autor/in

    Hans Jürgen Rieckenberg
  • Empfohlene Zitierweise

    Rieckenberg, Hans Jürgen, "Friedrich II." in: Neue Deutsche Biographie 5 (1961), S. 515 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd136968376.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA

  • Leben

    Friedrich II., Herzog von Lothringen, folgte seinem Vater Thierri im J. 1024 auf dem Throne Lothringens; außer diesem Herzogthum erhielt er die Grafschaften Bar, Chaumontois und Amance, sowie die Advocatie oder das Protectorat über die meisten bedeutenderen Abteien des Landes. Er wohnte dem Wahltage bei, auf welchem Konrad der Salier, vorgeschlagen von seinem eigenen Nebenbuhler Konrad dem Jüngern, dem Sohne Herzog Konrads von Kärnthen, zur kaiserlichen Würde gelangte. F. war einer derjenigen, die sich gegen diese Wahl am meisten sträubten, wollte sogar mit den Seinigen den Wahlplatz verlassen, besann sich jedoch bald eines Besseren und erkannte Konrad ebenfalls als König an. Als aber nach der Wahl die deutsche Partei in Italien zu Konstanz dem neuen Könige gehuldigt, die andere Partei jedoch, von Haß gegen die Deutschen erfüllt, die italienische Krone zuerst, wiewol vergeblich, dem Könige Robert von Frankreich oder dessen Sohne Hugo, dann mit mehr Erfolg dem Sohne des Herzog Wilhelm von Aquitanien angetragen hatte, schloß auch F. sich dieser Partei an. Er wurde indeß bewogen, sich im December 1025 zu Aachen zu unterwerfen, worauf er die Verzeihung des Königs erhielt. Er starb gegen 1034. Seine Gattin Mathilde, Tochter des Grafen Hermann von Schwaben und Wittwe des älteren Konrad, Herzog von Kärnthen, hatte ihm keinen Sohn geboren, weshalb nach seinem Tode Oberlothringen mit Niederlothringen zu einem Ganzen unter Gothelo verbunden wurden. Von seinen beiden Töchtern|heirathete die eine, Sophie, den Grafen von Monçon, Ludwig von Montbéliard, und Beatrix den Markgrafen Bonifaz von Montferrat.

    • Literatur

      D. Calmet, Hist. de la Lorraine.

  • Autor/in

    van Werveke.
  • Empfohlene Zitierweise

    Werveke, N. van, "Friedrich II." in: Allgemeine Deutsche Biographie 7 (1878), S. 547-548 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd136968376.html#adbcontent

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