Lebensdaten
erwähnt 1129, gestorben 1152
Beruf/Funktion
Erzbischof von Magdeburg ; Graf von Wettin ; Erzbischof
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 136025919 | OGND | VIAF: 80439909
Namensvarianten
  • Friedrich von Magdeburg
  • Friedrich von Wettin
  • Friedrich I. von Wettin
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Orte

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Zitierweise

Friedrich I., Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd136025919.html [03.10.2022].

CC0

  • Genealogie

    V angebl. Gf. Dietrich v. W.

  • Biographie

    Der im Mai 1142 erwählte F. ist in Magdeburg schon 1121 als Domherr, seit 1129 auch als Propst des dem Domstift inkorporierten Stifts Bibra und seit 1140 als Kustos nachzuweisen. Seine Abstammung aus dem Hause|der Grafen von Wettin gilt als sicher, ist aber durch zeitgenössische Quellen nicht belegt. 1143 erhielt er das Pallium. Später weilte er am Hofe Konrads III. Als dieser Herrscher 1144 das Weihnachtsfest in Magdeburg feierte, ließ F. sich von ihm den Erwerb von Jerichow und anderen Gütern bestätigen, die er als wichtigen Besitz im Elb- und Havelwinkel von den Erben der Grafen von Stade auf dem Tauschwege für sein Erzstift hatte gewinnen können. Er beteiligte sich ferner an dem wenig glücklichen Kreuzzug von 1147 gegen die Wenden, den die sächsischen Fürsten auf Anregung Bernhards von Clairvaux zusammen mit den Polen unternahmen. Dieses Unternehmen hatte für die Magdeburger Kirche wenigstens die Folge, daß die Kapitel ihrer Suffraganbistümer Havelberg (1148) und Brandenburg (1150) ihre alten Sitze wieder einnehmen konnten.

  • Literatur

    ADB VII;
    F. W. Hoffmann, Gesch. d. Stadt Magdeburg, hrsg. v. G. Hertel u. F. Hülsse, 1885, I, S. 71-74;
    J. Schultze, Der Wendenkreuzzug 1147 u. d. Adelsherrschaften in Prignitz u. Rhingebiet, in: Jb. f. d. Gesch. Mittel- u. Ostdtlds. 2, 1953, S. 95-124;
    W. Brüske, Unterss. z. Gesch. d. Liutizenbundes, = Mitteldt. F 3, 1955, S. 107-12.

  • Porträts

    Grabplatte im Dom zu Magdeburg.

  • Autor/in

    Berent Schwineköper
  • Zitierweise

    Schwineköper, Berent, "Friedrich I." in: Neue Deutsche Biographie 5 (1961), S. 515-516 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd136025919.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA

  • Biographie

    Friedrich I., Erzbischof von Magdeburg, ein Sohn des Grafen Dietrich von Wettin, vor seiner Wahl Custos der Magdeburger Domkirche und Propst zu Bibra, folgte seinem im Mai 1142 verstorbenen Vorgänger Konrad. Unter ihm wurde das Erzstift und die in seinem Sprengel liegenden geistlichen Stiftungen durch reichliche Schenkungen bedacht, namentlich seitens Albrechts des Bären und des Domherrn Hartwig, Grafen von Stade, späteren Erzbischofs von Bremen. Das wichtigste Ereigniß während seines Archiepiscopats ist seine Theilnahme an dem Kreuzzuge gegen die nordwärts wohnenden wendischen Völkerschaften. Auf Anregung des Papstes und Veranstaltung Bernhards von Clairvaux brach am Peter-Paulstage (29. Juni) 1147 Erzbischof F. mit den Bischöfen von Halberstadt, Münster, Merseburg, Brandenburg, Havelberg und Mähren, dem Abte von Corvey, den Markgrafen Konrad und Adalbert, den Pfalzgrafen Friedrich und Hermann mit zahlreicher Mannschaft gegen die Wenden auf. Gleichzeitig wurden diese vom Erzbischof von Bremen, vom Bischof von Verden, Herzog Heinrich von Sachsen und einigen anderen weltlichen Fürsten angegriffen; auch der König von Dänemark und der Bruder des Herzogs von Polen betheiligten sich an dem Zuge. Die christlichen Heere verwüsteten das feindliche Land, errangen aber keine dauernden Erfolge. Mit diesen Kriegszügen gegen die Wenden wird auch der Abschluß eines Freundschaftsbündnisses Erzbischof Friedrichs und einiger anderer Fürsten mit den polnischen Herzogen Bolislav und Mesico in Verbindung stehen (Januar 1148). Erzbischof F. starb im Januar 1152.

    • Literatur

      v. Mülverstedt, Regesta archiepiscopatus Magdeburgensis I, 457—504.

  • Autor/in

    Janicke.
  • Zitierweise

    Janicke, Karl, "Friedrich I." in: Allgemeine Deutsche Biographie 7 (1878), S. 548 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd136025919.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA