Lebensdaten
1902 bis 1979
Geburtsort
Klein Flottbek (Kreis Pinneberg)
Sterbeort
Puorto de la Cruz (Teneriffa)
Beruf/Funktion
Bürgermeister von Hamburg
Konfession
keine Angabe
Normdaten
GND: 124729703 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Nevermann, Paul

Objekt/Werk(nachweise)

Verknüpfungen

Von der Person ausgehende Verknüpfungen

Personen in der NDB Genealogie
Personen im NDB Artikel
Personen in der GND - familiäre Beziehungen

Verknüpfungen zu anderen Personen wurden aus den Registerangaben von NDB und ADB übernommen und durch computerlinguistische Analyse und Identifikation gewonnen. Soweit möglich wird auf Artikel verwiesen, andernfalls auf das Digitalisat.

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Auf der Karte werden im Anfangszustand bereits alle zu der Person lokalisierten Orte eingetragen und bei Überlagerung je nach Zoomstufe zusammengefaßt. Der Schatten des Symbols ist etwas stärker und es kann durch Klick aufgefaltet werden. Jeder Ort bietet bei Klick oder Mouseover einen Infokasten. Über den Ortsnamen kann eine Suche im Datenbestand ausgelöst werden.

Zitierweise

Nevermann, Paul, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd124729703.html [15.09.2019].

CC0

  • Genealogie

    V Johannes (1862–1936), Brauereiarbeiter;
    M Louise Bannier (1862–1930);
    Altona-Groß Flottbek 1930 Grefe Faden (1907–73), aus K. F., Kommunalpol.;
    2 S, Jan (* 1935), Kaufm., 1962-90 SPD-Stadtrat, 1990-96 Bgm. in Pinneberg, Knut (* 1944), Jurist, Bildungsforscher, 1988-97 SPD-Staatsrat in Hamburg, 1 T Anke Fuchs (* 1937), SPD-Politikerin, 1971 Mitgl. d. Hamburg. Bürgerschaft, seit 1980 MdB, 1982 Bundesmin. f. Jugend, Fam. u. Gesundheit, seit 1995 Präs. d. Dt. Mieterbundes.

  • Leben

    N. erlernte nach dem Besuch der Volksschule den Beruf des Maschinenbauers. Schon in jungen Jahren engagierte er sich in der Arbeiterjugend, im Metallarbeiterverband und seit 1920 in der SPD. 1923-26 absolvierte er in Hamburg den ersten Arbeiterabiturientenkurs. Anschließend studierte er in Hamburg Jura; 1930 wurde er bei Rudolf Laun mit einer verfassungsrechlichen Untersuchung über „Die Auflösung der Hamburger Bürgerschaft im Jahre 1927“ (1931) zum Dr. iur. promoviert. Seit 1932 Assessor am Hamburger Arbeitsamt, wurde er im folgenden Jahr als Sozialdemokrat aus dem Staatsdienst entlassen. Bei der Kommunalwahl im März 1933 wurde N. zum Stadtverordneten in Altona gewählt und war kurze Zeit ehrenamtlicher Senator. Danach war er als Rechtsanwalt tätig; 1935 erhielt er Verteidigerverbot in Hochverratsprozessen. Nach dem 20. Juli 1944 kam er vorübergehend in Haft. 1945 beteiligte er sich am Neuaufbau der SPD in Hamburg. Er wurde Senatsdirektor im Landesfürsorgeamt, im Nov. 1945 Sozialsenator, ein Jahr später bis 1953 sowie 1957-60 Bausenator, 1950-53 gleichzeitig Zweiter Bürgermeister, 1953-57 war er Oppositionsführer in der Bürgerschaft. Als Nachfolger Max Brauers (1887–1973) wurde N., der sich als Motor des Wiederaufbaus und dank seiner Bürgernähe, seiner Schlagfertigkeit und seines Humors großer Popularität erfreute, am 1.1.1961 Erster Bürgermeister. Die Flutkatastrophe im Februar 1962 bot ihm und Innensenator Helmut Schmidt Gelegenheit zur Profilierung. Als 1965 beim Staatsbesuch der engl. Königin Elisabeth II. offenbar wurde, daß N. sich von seiner Frau getrennt hatte und eine neue Beziehung eingegangen war, erzwangen eine Pressekampagne und letztlich seine eigene Partei und Fraktion seinen Rücktritt am 9.6.1965 zugunsten des Finanzsenators Herbert Weichmann (1896–1983). Der Bürgerschaft gehörte N. bis 1974 an; 1966-70 war er Landesvorsitzender der SPD. Der profilierte Wohnungs- und Städtebaupolitiker, der bereits 1958 eine Staffelung der Mieten im Sozialen Wohnungsbau nach Einkommen vorgeschlagen hatte, wurde 1965 Geschäftsführer der neu geschaffenen Bundesarbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Wohnungswirtschaftler und Wohnungspolitiker. 1967 wurde er zum Präsidenten des Deutschen Mieterbundes gewählt.|

  • Auszeichnungen

    Bgm.-Stolten-Medaille (1972).

  • Werke

    Weitere W u. a. Stein auf Stein, Tatsachen u. Reden, Bilder u. Aufss. v. Aufbau Hamburgs, 1953;
    Der Weg z. Mehrheit, Reden u. Aufss. aus d. Oppositionszeit 1953-1957, 1959;
    Dem Ganzen verpflichtet, Reden u. Aufss. aus d. J. 1959-1961, 1961;
    Metaller, Bgm., Mieterpräs., 1977.

  • Literatur

    P.-O. Vogel, in: Hamburger Kurs Nr. 1, 1992, S. 12 f.;
    U. Bahnsen, Rathaus Hamburg, Die ersten 100 J., 1997, S. 176-88.

  • Portraits

    Foto v. F. Kempe in: ders. u. B. Meyer-Marwitz, Hamburger – Versuch e. Topographie, 1963, S. 90;
    Gem. v. H. Duwe, 1982 (Hamburger Rathaus).

  • Autor/in

    Franklin Kopitzsch
  • Empfohlene Zitierweise

    Kopitzsch, Franklin, "Nevermann, Paul" in: Neue Deutsche Biographie 19 (1999), S. 192 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd124729703.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA