Amon, Blasius

Lebensdaten
um 1560 – 1590
Geburtsort
Imst (Tirol)
Sterbeort
Wien
Beruf/Funktion
Musiker ; Kontrapunktist ; Komponist ; Franziskaner ; Priester
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 124326501 | OGND | VIAF: 69858314
Namensvarianten

  • Amon, Anton Blasius
  • Ammon, Blasius
  • Ammon, Anton Blasius
  • Amon, Blasius
  • Amon, Anton Blasius
  • Ammon, Blasius
  • Ammon, Anton Blasius

Vernetzte Angebote

Verknüpfungen

Personen in der GND - Bekannte und Freunde

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Auf der Karte werden im Anfangszustand bereits alle zu der Person lokalisierten Orte eingetragen und bei Überlagerung je nach Zoomstufe zusammengefaßt. Der Schatten des Symbols ist etwas stärker und es kann durch Klick aufgefaltet werden. Jeder Ort bietet bei Klick oder Mouseover einen Infokasten. Über den Ortsnamen kann eine Suche im Datenbestand ausgelöst werden.

Zitierweise

Amon, Blasius, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd124326501.html [01.01.2026].

CC0

  • Amon, Anton Blasius

    Musiker, * um 1560 Imst (Tirol), zwischen 1. und 21.6.1590 Wien. (katholisch)

  • Genealogie

    Wahrscheinlich aus einer von Bamberg nach Imst um 1550 zugezogenen fränkischen Familie.

  • Biographie

    Seine musikalische Ausbildung erhielt A. als Sängerknabe in der Hofkapelle des Erzherzogs Ferdinand I. in Innsbruck unter der Leitung|von Wilhelm Bruneau und mit herzoglichem Stipendium etwa 1575-77 in Venedig, vielleicht bei Andrea Gabrieli. 1578-80 hielt er sich wieder in Innsbruck auf, widmete 1582 dem Abt des Zisterzienserklosters Zwettl, Johann Ruoff, sein erstes Werk und war 1585 bis 1587 Kantor im Zisterzienserkloster Heiligkreuz. 1587 trat er in Wien dem Franziskanerorden bei und erhielt später die Priesterweihe. – A. ist einer der ersten deutschen Musiker, die sich in Italien die prächtige venezianische Doppelchortechnik angeeignet haben, und gleichzeitig steht er mit seinen Werken an der Schwelle zur Generalbaßzeit, wie aus den Bearbeitungen seiner Werke für Chor und Orgelbegleitung von Johann Donfried (1627/28) hervorgeht.

  • Werke

    Liber sacratissimarum (quas vulgo introitus appellant) cantionum, Wien 1582; Missae, ebenda 1588;
    Sacrae cantiones quas vulgo moteta vocant, München 1590;
    Breves et selectae quaedam Motetae, ebenda 1593;
    Introitus dominicales per totum annum, Wien 1601;
    Kirchenwerke I, hrsg. v. C. Huigens, in: Denkmäler d. Tonkunst in Österr., 38, Wien 1938;
    außerdem 9 Motetten, in: F. Commer, Musica sacra, Bd. 21, 1880;
    Tenebrae factae sunt, hrsg. v. H. Maudt, 1938.

  • Literatur

    ADD I (unter Ammon);
    C. Huigens OFM, B. A. ca. 1560-1590, Diss. Wien 1914 (ungedr.), T. 1 in: Stud. z. Musikwiss., Bd. 18, 1931, S. 3 bis 22;
    A. Geering, in: MGG.

  • Autor/in

    Arnold Geering
  • Zitierweise

    Geering, Arnold, "Amon, Anton Blasius" in: Neue Deutsche Biographie 1 (1953), S. 255 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd124326501.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA