Lebensdaten
1902 bis 1968
Geburtsort
Berlin
Sterbeort
Innsbruck
Beruf/Funktion
Romanist
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 122592085 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Kuhn, Alwin

Verknüpfungen

Von der Person ausgehende Verknüpfungen

Personen in der NDB Genealogie

Verknüpfungen zu anderen Personen wurden aus den Registerangaben von NDB und ADB übernommen und durch computerlinguistische Analyse und Identifikation gewonnen. Soweit möglich wird auf Artikel verwiesen, andernfalls auf das Digitalisat.

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Zitierweise

Kuhn, Alwin, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd122592085.html [11.12.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Alwin (1875–1910), Ing. in B., S d. Maschinenbaumeisters Heinrich u. d. Emilie Marie Brunzlow;
    M Emma (1879–1953), T d. Schmiedemeisters Friedrich Schubert in Chemnitz u. d. Emma Augusta Münzner;
    Chemnitz 1932 Hedwig (* 1905), T d. Angestellten Reinhold Friedrich u. d. Malwine Meißner;
    2 S, 2 T, u. a. Dietmar (* 1940), Prof. d. Experimentalphysik in I., Michael (* 1943), Dozent d. Meteorol. in I.

  • Leben

    Nach dem Abitur in Chemnitz erwarb sich K. die Mittel zum Studium als Bankkaufmann und Angestellter eines Textilunternehmens. Er studierte dann roman. und engl. Philologie in Tübingen, Bonn und Leipzig. Durch seine Lehrer W. Meyer-Lübke, G. Rohlfs und W. v. Wartburg wurde er auf die Sprachgeographie und die Wortforschung hingeführt. Bei v. Wartburg promovierte K. mit einer Arbeit über „Die franz. Handelssprache im 17. Jh.“ (1931). 1935 habilitierte er sich in Leipzig mit der Schrift „Der Hocharagones. Dialekt“. 1938 ging er als apl. Professor nach Freiburg (Brsg.), wurde 1940 auf das Ordinariat für roman. Philologie in Marburg berufen und 1952 nach Innsbruck. 1960 und 1963 weilte K. als Gastprofessor an der University of Michigan in Ann Arbor. – Zwei Forschungsgebiete stehen im Mittelpunkt von K.s Arbeit: die franz. Wortgeschichte und die Mundarten Nordspaniens. In seiner Innsbrucker Zeit gesellte sich dazu das Interesse für das Rätoromanische, insbesondere das Zentralladinische, das er in zahlreichen Dissertationen seiner Schüler behandeln ließ; sie sind zum Teil in der von ihm 1962 gegründeten Reihe „Romanica Aenipontana“ erschienen. Seit 1938 war K. Mitarbeiter am „Franz. Etymologischen Wörterbuch (FEW) Wartburgs, für das er mehr als 150 Artikel lieferte. Verdienstvoll war K.s Tätigkeit als Herausgeber der bibliographischen Supplementbände der „Zeitschrift für roman. Philologie“, die er fast ein Menschenalter lang betreute (Bd. 47-76 a). In dem Werk „Die roman. Sprachen“ (1951) gab er einen Gesamtüberblick über Problematik und Stand der roman. Philologie und äußerte sich in mehreren Aufsätzen zu grundsätzlichen Fragen der Romanistik. K.s Hauptanliegen waren jedoch die Mundarten Hocharagoniens, denen er zahlreiche Artikel und die Monographie „El aragonés, idioma pirenaico“ (1950) widmete. – Mitgl. d. Ak. d. Wiss. Wien (1958) u. d. Michigan Ac. of Sciences, Arts and Letters (1963).

  • Werke

    Weitere W u. a. Synchronie u. Diachronie, in: Roman. F 53, 1939;
    Die Sprachgeogr. in d. roman. Ländern, in: Mitt. d. Univ. Marburg 21, 1941;
    60. J. Sprachgeogr. in d. Romania, in: Roman. Jb. 1.

  • Literatur

    G. Plangg, in: Revue de linguistique romane 33, 1968;
    M. Alvar, in: Revista de dialectologia y tradiciones populares 26, 1970. - Festschr.: Weltoffene Romanistik, 1963 (W-Verz., P).

  • Autor/in

    W. Theodor Elwert
  • Empfohlene Zitierweise

    Elwert, W. Theodor, "Kuhn, Alwin" in: Neue Deutsche Biographie 13 (1982), S. 259 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd122592085.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA