Lebensdaten
1815 bis 1910
Geburtsort
Kassel
Sterbeort
Düsseldorf
Beruf/Funktion
Maler
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 119540355 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Achenbach, Andreas

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Zitierweise

Achenbach, Andreas, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd119540355.html [17.12.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Hermann Friedrich Jakob Achenbach (1793–1849), Tabakfabrikant in Kassel, dann in Petersburg, seit 1823 als Bierbrauer in Düsseldorf;
    M Christine Rosine Zülch aus Kasseler Industriellenfamilie;
    B Oswald Achenbach (s. 3);
    1848 Luise, T des Rechnungsrats Lichtschlag;
    S Max Achenbach, genannt Alvary (* 3.5.1858 Düsseldorf, 7.11.1898 Großtabarz, Thüringen), Opernsänger (s. BJ III, S. 134-37); 3 T.

  • Leben

    A. wurde 1823 Schüler der Düsseldorfer Akademie bei H. Ch. Kolbe, später bei W. Schadow und J. W. Schirmer, und unternahm frühzeitig selbständige Malversuche („Düsseldorfer Akademiegebäude“). Die Studienreise nach Holland 1832/33 vermittelte den tiefen Eindruck der holländischen Landschaftsmaler im 17. Jahrhundert. Im Atelier Schirmer stark beeinflußt von der Kunst K. F. Lessings, setzte A. seine Arbeit fort; es folgte ein Akademieaufenthalt in München und Frankfurt (1836–37 mit A. Rethel). Mit dem Bilde „Der Untergang des Dampfers Präsident“ errang A. einen großen Erfolg, der sein Hauptstoffgebiet, die Marinemalerei, für die Zukunft bestimmte. Studienreisen führten ihn 1835 nach Dänemark, Norwegen, Schweden, 1836 nach Süddeutschland und Tirol. In den Gemälden der Zeit einer zweiten Norwegenreise (1839, „Seestürme an der norwegischen Küste“) überwiegen noch spätromantische, pathetische Stimmungselemente. 1843-44 unternahm A. eine zweijährige Reise durch Italien, die aber auf sein Schaffen ohne tiefere Wirkung blieb. Seit 1846 war er - wenn auch häufig auf Reisen - dauernd in Düsseldorf ansässig. A. war Ritter der Friedensklasse des Ordens „Pour le mérite“. -Auf dem festen Grund eines mit großem Fleiß erworbenen Handwerks, eines klaren unproblematischen Verstandes und eines natürlichen Sinnes für wirkungsvolle Darstellung hat A. seine Kunst erfolgreich entwickelt. Die Leichtigkeit seines Schaffens entspringt der sicheren Beherrschung der zeichnerischen und malerischen Mittel. A. ist in der Themenwahl vielseitig, wenn auch die Darstellung des Meeres und seiner Küsten seine Hauptaufgabe geblieben ist. In seiner|Landschaftskunst vollzieht sich der Übergang von der romantisch-idealistischen Auffassung zur realistischen Darstellung der Natur, ohne daß seine traditionsgebundene Bildkomposition dadurch beeinträchtigt würde. So weitreichend diese erfolgreiche, in allen Galerien und Salons vertretene Kunst auch auf den zeitgenössischen Geschmack eingewirkt haben mag, so wenig ist sie für die Zukunft richtunggebend geblieben, zumal A. außer seinem Bruder Oswald und A. Flamm keine eigentlichen Schüler herangebildet hat.

  • Werke

    Verz. s. F. v. Bötticher, Malerwerke d. 19. Jh.s, 1891.

  • Literatur

    F. Schaarschmidt, Zur Gesch. d. Düsseldorfer Kunst, 1902;
    B. Lasch, A. A., 1924;
    K. Koetschau, Rhein. Malerei in d. Biedermeierzeit, 1926;
    ThB;
    BJ XV (Totenliste 1910).

  • Portraits

    Selbstbildnis, signiert u. datiert 1845, Düsseldorf, Staatl. Kunstak.;
    Holzschnitt in: LIZ 85, 1885, S. 297, 105, 1895, S. 409.

  • Autor/in

    Eberhard Hanfstaengl
  • Empfohlene Zitierweise

    Hanfstaengl, Eberhard, "Achenbach, Andreas" in: Neue Deutsche Biographie 1 (1953), S. 30-31 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd119540355.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA