Lebensdaten
1880 bis 1945
Geburtsort
Küstrin
Sterbeort
Lensahn (Holstein) durch Tieffliegerangriff
Beruf/Funktion
Generalfeldmarschall
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 119294796 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Bock, Fedor von

Objekt/Werk(nachweise)

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Zitierweise

Bock, Fedor von, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd119294796.html [09.12.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Moritz, Generalmajor;
    M Olga von Falkenhayn, aus westpreußischer Familie;
    1) Mally von Reichenbach ( 1910), 2) 1936 Wilhelmine von der Osten, geborene von Boddin;
    T aus 1) Ursula ( von Kreisler).

  • Leben

    B. wurde ab 1913 als Hauptmann im Generalstab des Gardekorps verwendet, mit dem er den Krieg in Ost und West mitmachte. U. a. in Generalstabsstellung bei der 200. Infanterie-Division und bei der Heeresgruppe Deutscher Kronprinz, erhielt er den Pour le mérite. Nach Kriegsende kam er zur Heeresfriedenskommission und wurde 1920 als Oberstleutnant Chef des Generalstabes des Wehrkreises III. Anschließend übernahm er verschiedene Truppenkommandos und erhielt im April 1935 den Oberbefehl über das|neuerrichtete Gruppenkommando 3 in Dresden. Im März 1938 führte B. an der Spitze der 8. Armee den Einmarsch in Österreich und im Oktober den in das Sudetenland durch. Am 1.11.1938 wurde er zum Oberbefehlshaber der Heeresgruppe 1 in Berlin ernannt und gleichzeitig zum Generalobersten befördert. Im Polenfeldzug führte B. die Heeresgruppe Nord, die in den Korridor und das nördliche Polen vorstieß. Nach Beendigung des Feldzuges wurde er Oberbefehlshaber der Heeresgruppe B am Nordflügel der Westfront. Diese drang nach Belgien und Holland vor; B. nahm die Kapitulation dieser Länder entgegen. Anschließend führte er den Angriff bis an die Loire und über Bordeaux. Am 19.7.1940 wurde er zum Generalfeldmarschall befördert. Für kurze Zeit mit Ausbildungsaufgaben in der Heimat betraut, wurde er im Oktober 1940 Oberbefehlshaber der Armeen an der deutsch-russischen Interessengrenze. Zu Anfang des Ostfeldzuges lag das Schwergewicht des deutschen Angriffs, mit Stoßrichtung Moskau, bei der Heeresgruppe Mitte, die B. führte. Nach den ersten Rückschlägen gab er wegen Erkrankung am 18.12.1941 den Oberbefehl ab. Im Februar 1942 an die Spitze der Heeresgruppe Süd berufen, hatte er Abwehrkämpfe zu bestehen; der deutsche Südflügel wurde dann von Hitler vor die unlösbare Aufgabe gestellt, gleichzeitig gegen Stalingrad nach Osten und gegen den Kaukasus nach Südosten vorzustoßen. - Da B. protestierte, wurde er mit Angriffsbeginn seines Kommandos enthoben und erhielt bis Kriegsende keine aktive Verwendung mehr. - Er besaß das Eichenlaub zum Ritterkreuz.

  • Autor/in

    Fritz von Siegler
  • Empfohlene Zitierweise

    Siegler, Fritz von, "Bock, Fedor von" in: Neue Deutsche Biographie 2 (1955), S. 341-342 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd119294796.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA