Lebensdaten
1864 bis 1915
Geburtsort
Marktbreit
Sterbeort
Breslau
Beruf/Funktion
Pathologe ; Psychiater
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 119142872 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Alzheimer, Alois
  • Alzheimer, A.

Verknüpfungen

Von der Person ausgehende Verknüpfungen

Personen in der GND - familiäre Beziehungen

Verknüpfungen zu anderen Personen wurden aus den Registerangaben von NDB und ADB übernommen und durch computerlinguistische Analyse und Identifikation gewonnen. Soweit möglich wird auf Artikel verwiesen, andernfalls auf das Digitalisat.

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Zitierweise

Alzheimer, Alois, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd119142872.html [20.10.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Eduard Alzheimer (1840–91), Notar;
    M Therese Busch;
    Gvv Johann Alzheimer (1800–02), Volksschullehrer;
    Frankfurt/Main 1895 Cecilie Wallerstein (gestorben 1901), Witwe d. Otto Geisenheimer (gestorben 1894), aus Frankfurt/Main, Patient v. Alzheimer;
    T Gertrud ( Prof. Dr. Georg Stertz, Direktor der Universitäts-Nervenklinik München), Marie Prof. Dr. Richard Finsterwalder, Direktor des Geodätischen Instituts der Technischen Hochschule München).

  • Leben

    A. studierte in Würzburg, vorübergehend in Berlin, dann wieder in Würzburg, wo er promovierte. Er wurde dann Assistent der Städtischen Nervenheilanstalt in Frankfurt/Main unter Professor Sioli. Von dort folgte er einer Berufung zu E. Kraepelin nach Heidelberg. Er ging mit diesem im Jahre 1904 als Vorstand des Anatomischen Laboratoriums an die Psychiatrische Klinik in München. 1912 wurde er als ordentlicher Professor der Psychiatrie und Neurologie nach Breslau berufen. - In wissenschaftlicher Beziehung ist A.s Name wie der von F. Nissl eng mit der Entwicklung der damals aufblühenden Hirnanatomie verbunden. Seine Arbeiten über die Paralyse, ferner über die sog. amöboide Glia sind ein dauernder Bestandteil der hirnanatomischen Wissenschaft geworden. Es bestand damals das Bestreben, die Krankheiten nach ihren hirnanatomischen Grundlagen einzuteilen. Das gelang gerade dank den Bemühungen Nissls und A.s für eine gewisse Gruppe von Erkrankungen, die mit makroskopisch und mikroskopisch erkennbaren Hirnveränderungen verbunden sind. Andere Krankheiten, wie die Schizophrenie oder das manisch-depressive Irresein, entzogen sich solcher Bemühung. Für Kraepelins Systematik bildeten die anatomischen Forschungen von Nissl und A. eine wesentliche Grundlage.

  • Literatur

    W. Spielmeyer, A.s Lebenswerk, in: Ztschr. f. d. gesamte Neurol. u. Psychiatrie, Bd. 33, 1916 (W, P);
    E. Kraepelin, A. A., in: Dt. Irrenärzte, hrsg. v. Th. Kirchhoff, Bd. 2, 1924, S. 299-307 (P);
    DBJ Überleitungsbd. I (Totenliste 1915, L);
    Fischer I, 1932;
    Enc. Jud. II, 1928; s. a.
    G. Wolff, Bücherkde, d. fränk. Gesch., H. 1, 1937.

  • Autor/in

    Georg Stertz
  • Empfohlene Zitierweise

    Stertz, Georg, "Alzheimer, Alois" in: Neue Deutsche Biographie 1 (1953), S. 236 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd119142872.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA