Lebensdaten
1817 bis 1893
Geburtsort
Breslau
Sterbeort
Berlin
Beruf/Funktion
Komponist ; Pianist
Konfession
jüdisch,evangelisch
Normdaten
GND: 119138131 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Franck, Eduard
  • Frank, Eduard

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Zitierweise

Franck, Eduard, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd119138131.html [22.10.2019].

CC0

  • Genealogie

    V Kaufm.;
    M N. N. Kalkstein;
    Toni Thiedemann, Pianistin;
    K, u. a. Richard (1858–1938), Komp. u. Pianist.

  • Leben

    F. wurde 1834 in Düsseldorf Schüler Mendelssohns, der auch in seiner Leipziger Zeit kompositorisch und pianistisch Vorbild blieb. Daneben bestanden gute Beziehungen zu R. Schumann, dessen lobende Besprechungen der Klavierwerke op. 1-3 1838 beziehungsweise 1840 erschienen. Ab 1846 war F. als Lehrer und Virtuose in Berlin tätig, wirkte 1851-58 am Kölner Konservatorium, wurde mit 39 Jahren „Musikdirektor“, ging 1859 in gleicher Eigenschaft an die Schweizer Musikschule in Bern, wo er Ehrendoktor wurde, war 1867-78 führender Klavierlehrer am Sternschen Konservatorium, später (bis 1892) an Emil Breslaurs Konservatorium in Berlin und erhielt hier den Professor-Titel. Die Mitwelt rühmte an F.s Spiel „klassische Ruhe“ und ein „Zauberspiel wie auf einer Aeolsharfe“ (Bern 1862), am Komponisten F. die Kombinationsgabe, die Themenverarbeitung, weniger den Einfall. Dieser treffenden Charakterisierung entspricht es, daß in den Kompositionsgattungen und -formen bei F. nach den zeitbedingten, einsätzigen Klavier-Charakterstücken op. 1-3, 5, 7, 10, 17, 18 und den Klavierlied-Ansätzen op. 4 und 6 die mehrsätzige Sonatenform das Schaffen bestimmt: Der Cello-Sonate op. 6 (1846) folgen die Klavier-Trios op. 11 und 22, die Violin-Sonaten op. 19 und 23, Streichquartette, -quintette und – vermutlich durch Brahms angeregt – Sextette. Verhältnismäßig spät tritt die Solo-Klaviersonate (op. 40, 44 wurden gedruckt, 8 blieben Manuskript) und die Sinfonie (insgesamt 3, gedruckt nur op. 47) hinzu. Der Schwerpunkt dieser zyklischen Werke liegt meist im 1. Satz. Die 40 Klavierstücke op. 43 (seinen Töchtern gewidmet), die zum Teil besonders wertvollen op. 48 (4händig) sowie 61 (Fantasie) und 62 zeigen aber auch im Spätwerk F. als Meister der Kleinform. Daß F.s „ruhigem Geist“ die „Übertreibung jeglichen Gefühls“ zuwider sei, wird schon 1882 mit Recht festgestellt und kennzeichnet seine klassizistische, Brahms verwandte, dem „Neudeutschen“ abholde Richtung. – Dr. phil. honoris causa.

  • Werke

    Weitere W Concertouverture Es op. 12;
    Ouverture „Der röm. Karneval“ op. 21;
    2 Klavierkonzerte (Nr. 1 „Frau Clara Schumann zugeeignet“);
    2 Violinkonzerte;
    18 Werke f. Kammermusik (2 Sextette, 3 Quintette, 3 Streichquartette, 4 Klaviertrios, 4 Violin-, 2 Violoncellosonaten);
    27 Opera f. Klavier (incl. 4händige u. Duo op. 46 f. 2 Klaviere);
    Verz. s. MGG.

  • Literatur

    R. Franck, Musikal. u. unmusikal. Erinnerungen, 1928;
    E. Schroeder, Die Klavier- u. Liedmusik d. Mendelssohn-Schülers E. F., Staatsexamensarbeit Musikhochschule Hamburg 1955 (ungedr.);
    F. Feldmann, in: MGG IV, Sp. 653-57 (W, L, P, auch f. S Richard).

  • Autor/in

    Fritz Feldmann
  • Empfohlene Zitierweise

    Feldmann, Fritz, "Franck, Eduard" in: Neue Deutsche Biographie 5 (1961), S. 316 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd119138131.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA