Lebensdaten
unbekannt
Beruf/Funktion
Herren von Geroldseck ; südwestdeutsches Herrengeschlecht
Konfession
katholisch,zwinglianisch
Normdaten
GND: 118690884 | OGND | VIAF: 50019572
Namensvarianten
  • Geroldseck

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Zitierweise

Geroldseck, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd118690884.html [28.11.2021].

CC0

  • Leben

    Südwestdeutsches Herrengeschlecht, das 1035 mit Hermann, Vogt von Burgheim, erstmals erscheint und sich nach der bei Lahr gelegenen Burg Hohengeroldseck benennt; nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen unterelsäßischen Geschlecht. Die Stammreihe beginnt mit Walter ( 1277), der über ausgedehnten Besitz im Schwarzwald, am oberen Neckar, in der Rheinebene und im Elsaß verfügt. Sein Sohn Walter ( 1263) wird Bischof von Straßburg, 1262 aber in der Schlacht von Hausbergen von der Straßburger Bürgerschaft geschlagen und vertrieben. Dabei fällt dessen Bruder Hermann II, Landvogt der Ortenau. Beider Bruder Heinrich I erwirbt 1270 durch Heirat mit Agnes von Veldenz die Grafschaft Veldenz im Hunsrück. Der Besitz wird später mehrmals geteilt. Die Linie Lahr-Mahlberg stirbt 1426 mit Heinrich V aus, die Linie Sulz wird 1471 gewaltsam von Württemberg der Herrschaft beraubt und Johann II ( 1485) zum Verzicht gezwungen. Die Linie Hohengeroldseck kann sich trotz ständiger Kämpfe mit den größeren Nachbarn und zeitweiser Vertreibung in der Pfälzer Fehde (1486) halten und gewinnt 1519 unter dem kaiserlichen Oberst und Landvogt im Oberelsaß Gangolf II ( 1549) vorübergehend Sulz zurück. Sie stirbt 1634 mit Jakob im Mannesstamm aus. Gegen den Widerstand seines Schwiegersohnes, Markgraf Friedrich von Baden-Durlach, werden die Herren von Cronberg und nach deren Aussterben die von der Leyen mit der Herrschaft belehnt.

  • Literatur

    J. J. Reinhard, Pragmat. Gesch. d. Hauses Geroldseck, Frankfurt/M. 1766;
    Ph. Ruppert, Gesch. d. Mortenau, 1882;
    O. Kohler, Die späteren Geroldsecker, in: Die Ortenau, H. 39, 1959, S. 165 ff., H. 41, 1961, S. 158 ff.;
    H. v. Lersner, Die Herren v. G., in: Geroldsecker Land, H. 5, 1962, S. 11 ff.

  • Autor/in

    Heinrich Freiherr von Lersner
  • Familienmitglieder

  • Empfohlene Zitierweise

    Lersner, Heinrich Freiherr von, "Geroldseck" in: Neue Deutsche Biographie 6 (1964), S. 317 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd118690884.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA