Lebensdaten
1880 bis 1970
Geburtsort
Eisenach
Sterbeort
Bergen (Oberbayern)
Beruf/Funktion
Orthopäde
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 118552880 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Hohmann, Georg
  • Hohmann, G.
  • Hohmann, K.
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Zitierweise

Hohmann, Georg, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd118552880.html [14.11.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Louis (1842–1922), Kaufm.;
    M Ida Neumann (1853–1931) aus Glogowo/Prov. Posen;
    1) Eudoxia (1879–1926), T d. Josef Flüggen (1842–1906), Prof., Historienmaler (s. BJ XI; ThB), 2) 1927 Ursula (* 1890), T d. Karl Neumann (1857–1917), Prof. d. Alten Gesch. in Straßburg (s. DBJ II);
    3 S (1 ⚔), 4 T aus 1) u. a. Gabriele ( Hans Wimmer, 1907–92, Bildhauer, s. Munzinger), 1 S aus 2).

  • Leben

    H. studierte Medizin in Jena, Würzburg, München und Berlin (1903 Staatsexamen in Würzburg und Dissertation über „Gießfieber“). In München erhielt er als Assistent und später als Oberarzt von Fritz Lange die orthopädische Fachausbildung und übte seit 1910 eigene Praxis aus. Im 1. Weltkrieg baute er zusammen mit Franz Schede, der ihn „Meister der operativen Technik“ genannt hat, ein erstes „Rehabilitations“-Zentrum für Kriegsversehrte auf. 1918 habilitierte er sich mit einer Arbeit „Die Pseudarthrosen und die durch Knochendefekte entstandenen Schlottergelenke“ in München, bekam 1923 den Professortitel, wurde 1926 in München außerordentlicher Professor und 1930 in Frankfurt ordentlicher Professor und Direktor der Orthopädischen Universitätsklinik „Friedrichsheim“. Neben seiner wissenschaftlichen und hervorragenden ärztlichen Tätigkeit war er ein ausgezeichneter Lehrer für seine Assistenten und Studenten und ein Gestalter für die gesamte Orthopädie in Technik, Krankengymnastik, Massage und orthopädischer Schuhmacherei, die er sinnvoll zur Mitbehandlung einsetzte. „Ruhe und Bewegung“ waren die Grundlagen seines ärztlichen Handelns. Er beschäftigte sich mit dem ganzen Menschen, dessen Umwelt, dessen sozialer Situation. Er war hierbei geprägt von Friedrich Naumann, der ihn schon als Student in Jena fesselte und sein soziales Empfinden neben nationalen und fortschrittlichen Gedanken zu formen verstand.

    Ende 1945 wurde er Rektor in Frankfurt und konnte Anfang 1946 die Wiedereröffnung der Universität erreichen. Im April 1946 erhielt H. einen Ruf auf den Lehrstuhl für Orthopädie in München. Auch hier wurde er Rektor, und es gelang ihm, die Universität nach dem Krieg wieder zu eröffnen. 1950 wurde er emeritiert, hat aber bis 1954 Lehrstuhl und Klinik weiter geleitet. Auch nachdem er sich in seinem Haus in Bergen endgültig zur Ruhe gesetzt hatte, zeigen Fachbücher, Kongreßbesuche, Vorträge und wissenschaftliche Arbeiten seine unermüdliche Leistungskraft.|

  • Auszeichnungen

    Dr. med. h. c. (Würzburg 1953, Gießen u. Leipzig 1957), Dr. med. vet. h. c. (München 1955), Dr. rer. nat. h. c. (Frankfurt 1955), Gr. Bundesverdienstkreuz mit Stern.

  • Werke

    Weitere W u. a. Fuß u. Bein, ihre Erkrankung u. deren Behandlung, 1923, 51951;
    Orthopäd. Gymnastik, e. Übungsbuch, 1933, 31956 (mit L. Jegel-Stumpf);
    Orthopäd. Apparate u. Bandagen, in: Beil.-H. d. Zs. f. orthopäd. Chirurgie, 1936, 21938;
    Orthopäd. Technik, 1941, 41958 (mit K. Giuliani);
    Orthopädie (Ein Studienführer), 1947;
    Hand u. Arm, ihre Erkrankungen u. deren Behandlung, 1949;
    Ein Arzt erlebt seine Zeit, 1954. -
    Hrsg.: Hdb. d. Orthopädie, 4 Bde., 1957-61 (mit M. Hackenbroch u. K. Lindemann).

  • Literatur

    E. Güntz, in: Frankfurter Allg. Ztg. Nr. 254 v. 2.11.1970;
    M. Hackenbroch, in: Zs. f. Orthopädie u. ihre Grenzgebiete 108, 1971, S. 550;
    ders., in: Dt. Med. Wschr. 96, 1971, S. 558.

  • Portraits

    in: Archiv f. Orthopädie u. Unfall-Chirurgie 51, 1960;
    Die Rehabilitation 9, 1960, S. 73.

  • Autor/in

    Eduard Güntz
  • Empfohlene Zitierweise

    Güntz, Eduard, "Hohmann, Georg" in: Neue Deutsche Biographie 9 (1972), S. 507 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd118552880.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA