Lebensdaten
1752 bis 1813
Geburtsort
Niederrödern
Sterbeort
Meißenheim bei Lahr
Beruf/Funktion
Freundin Goethes und J. M. R. Lenz'
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 118515500 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Brion, Friederike Elisabeth
  • Brion, Friederike
  • Brion, Friederike Elisabeth

Objekt/Werk(nachweise)

Porträt(nachweise)

Verknüpfungen

Verknüpfungen zu anderen Personen wurden aus den Registerangaben von NDB und ADB übernommen und durch computerlinguistische Analyse und Identifikation gewonnen. Soweit möglich wird auf Artikel verwiesen, andernfalls auf das Digitalisat.

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Zitierweise

Brion, Friederike, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd118515500.html [17.12.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Johann Jac. (1717–87) aus Straßburg, Pfarrer in Sesenheim;
    M Magd. Salomea Schöll (1724–86); ledig.

  • Leben

    Die Gestalt der schlichten, liebenswürdigen Friederike B., durch Goethes Darstellung in „Dichtung und Wahrheit“ (Buch 10-12) bekannt geworden, ist seitdem Gegenstand zudringlicher, oft peinlich philiströser Neugierde, sentimentaler Glorifizierung, fragwürdiger Legendenbildung. Nur in Goethes|Autobiographie, in seinen Gedichten und Briefen aus der Straßburger Zeit und in einem Brief an Frau v. Stein (vom 28.9.1779 mit der Schilderung eines versöhnlichen Wiedersehens) spiegelt sich rein das Bild ihres munteren, anmutigen, verständigen Wesens. Goethe lernte sie im Oktober 1770 im Sesenheimer Pfarrhaus kennen, und sie erwiderte mit herzlicher Liebe die jugendliche Leidenschaft des Dichters, die sich in Versen von gefühlsbewegter Sprachgewalt bekundet. Ein knappes Jahr nach der Trennung, die Goethe beim Scheiden von Straßburg im August 1771 vollzog, trat sie in freundschaftliche Verbindung mit dem Dichter J. M. R. Lenz, der sie leidenschaftlich umwarb. Über ihr weiteres Leben ist wenig Genaues bekannt. Sie zog nach dem Tode des Vaters 1787 mit ihrer Schwester Sophie und ihrem Bruder Christian nach Rothan, 1805 nach Meißenheim, wo ihr Schwager Marx als Pfarrer amtierte.

  • Literatur

    A. Bielschowsky, F. B., 1890;
    A. Metz, F. B., 1911;
    W. Bode, Die Schicksale d. F. B. vor u. die nach ihrem Tode, 1920;
    E. Vermeil, Goethe à Strasbourg, Paris 1932;
    St. Ley, Goethe u. Friederike, 1947 (L, befaßt sich u. a. mit d. Gerüchten um einen unehel., Ende d. 80er Jahre geborenen Sohn);
    Goethe-Hdb., hrsg. v. J. Zeitler, 1916, Bd. 1.

  • Autor/in

    Wolfdietrich Rasch
  • Empfohlene Zitierweise

    Rasch, Wolfdietrich, "Brion, Friederike" in: Neue Deutsche Biographie 2 (1955), S. 617 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd118515500.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA