Lebensdaten
1872 bis 1933
Geburtsort
Waldshut (Baden)
Sterbeort
München
Beruf/Funktion
Rechtshistoriker
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 118510533 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Beyerle, Konrad
  • Beyerle, C.
  • Beyerle, Conrad
  • mehr

Verknüpfungen

Von der Person ausgehende Verknüpfungen

Personen in der GND - familiäre Beziehungen

Verknüpfungen auf die Person andernorts

Verknüpfungen zu anderen Personen wurden aus den Registerangaben von NDB und ADB übernommen und durch computerlinguistische Analyse und Identifikation gewonnen. Soweit möglich wird auf Artikel verwiesen, andernfalls auf das Digitalisat.

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Zitierweise

Beyerle, Konrad, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd118510533.html [18.11.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Carl (1839–1915), Rechtsanwalt in Konstanz, aus Handwerkerfamilie, die seit etwa 1700 in Konstanz ansässig ist und aus Hebsesau (Kreis Kirchheim unter Teck) stammt;
    M Clara Eggler (1845–1921), aus Beamtenfamilie, die aus dem Kanton Schwyz stammt, seit 1648 mit einem Zweig in Salem und Wolfegg ansässig war, Claras Gvv verzog nach Konstanz-Petershausen;
    B Franz, Rechtshistoriker in Freiburg (Breisgau);
    Bertha Riedle, Bäckerstochter (?);
    5 S,1 T.

  • Leben

    Schon als Gymnasiast zeigte B. starke historische Neigungen. Ausgangspunkt seiner Forschungen war Konstanz. 1888 fand er die bedeutungsvolle Radolfzeller Markturkunde von 1100 im dortigen Pfarrarchiv. Die Insel Reichenau verdankt B. ein gutes Stück ihrer rechtsgeschichtlichen Erforschung; beredtes Zeugnis ist das umfangreiche zweibändige Werk über die Insel Reichenau aus den Jahren 1925/26. Die Erforschung der Konstanzer Grundeigentumsverhältnisse führte B. zu dem grundsätzlich bedeutungsvollen Werk über Salmannenrecht. In die Göttinger Jahre fallen der Anfang der politischen Tätigkeit, aus der besonders die federführende Mitwirkung am zweiten Teil der Weimarer Reichsverfassung (den Grundrechten) hervorzuheben ist, sowie die gutachtliche Tätigkeit über die Auseinandersetzung des Hauses Wittelsbach mit dem Freistaat Bayern. Der zweite Brennpunkt historischer Arbeit B.s ist die Frühgeschichte Kölns. Die maßgebenden Arbeiten fallen in die Jahre 1910 und 1930. Die Arbeit des letzteren Jahres brachte grundlegend neue Erkenntnisse. Die Reichenau-Forschung gab den Anlaß für neue Ergebnisse zur Geschichte des bayerischen Stammesrechtes (Lex bajuvariorum) und Beziehungen zwischen den Reichenau-Mönchen und diesem Gesetz über Niederlassung solcher Mönche in Niederaltaich. B.s letztes Arbeitszentrum, München, brachte eine Vertiefung der bayerischen Rechtsgeschichte überhaupt, nicht zuletzt durch die Arbeiten seines dortigen Seminars.

  • Werke

    s. DW.

  • Literatur

    J. Strieder, in: Hochland, 1932/33, S. 281-83;
    H. Baier, in: ZGORh, NF 47, 1933, S. 369-77;
    E. Wohlhaupter, in: HJb. 53, 1933, S. 272-77;
    StMBO 51, 1933, Chronik S. 13;
    U. Stutz, in: ZSRG 54, 1934, S. XXV-XLIV.

  • Autor/in

    Johannes Bärmann
  • Empfohlene Zitierweise

    Bärmann, Johannes, "Beyerle, Konrad" in: Neue Deutsche Biographie 2 (1955), S. 206 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd118510533.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA