Lebensdaten
1864 bis 1932
Geburtsort
Glasgow
Sterbeort
Riga
Beruf/Funktion
Komponist ; Pianist
Konfession
reformiert
Normdaten
GND: 118501437 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • d'Albert, Eugen Franz Karl
  • d'Albert, Eugen
  • d'Albert, Eugen Franz Karl

Verknüpfungen

Von der Person ausgehende Verknüpfungen

Personen in der NDB Genealogie
Personen im NDB Artikel

Verknüpfungen zu anderen Personen wurden aus den Registerangaben von NDB und ADB übernommen und durch computerlinguistische Analyse und Identifikation gewonnen. Soweit möglich wird auf Artikel verwiesen, andernfalls auf das Digitalisat.

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Zitierweise

d'Albert, Eugen, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd118501437.html [13.12.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Charles Louis Napoléon d'Albert (1809–86), aus Nienstetten bei Altona, Ballettmeister am Londoner Coventgarden-Theater und Komponist;
    Gvv François Bénédict d'Albert, persönlicher Adjutant Napoleons I., mit einer Deutschen;
    M Annie Rowell aus Newcastle-on-Tyne;
    1) Louise Salingré, 2) 1892 Teresa, T des Finanzministers Carreno in Venezuela, Pianistin, 3) 18.10.1895 Hermine Finck, Sängerin und Gesangspädagogin, 4) 1911 Ida Theumann, 5) 1913 Friederike Jauner, 6) Hilde Fels;
    S Benvenuto d'Albert; 5 T.

  • Leben

    A. lernte erst bei seinem Vater, dann bei Ernst Pauer in London und vollendete seine Studien bei Franz Liszt. Seit 1881 lebte er in Wien und erwarb sich durch sein Spiel bald die Anerkennung von Eduard Hanslick, Johannes Brahms, Anton Rubinstein u. a. A., eine Wandernatur, blieb gern freischaffender Künstler: zunächst Pianist (als Beethovenspieler genoß er bedeutenden Ruf) und Dirigent; später galt sein Interesse vorwiegend der Komposition. Hierin ist A.s Wert zumindest umstritten. Seine reinen Instrumentalschöpfungen zeigen ihn im wesentlichen auf den Spuren von Brahms oder Liszt; heute sind diese Werke ebenso der Vergessenheit anheimgefallen wie seine ehedem sehr beliebten Klavierlieder. Von seinen Opern hat sich jetzt nur noch „Tiefland“ (1903) im Spielplan behaupten können: von einem markanten, gut verzahnten Libretto getragen und nicht ohne Geschick gearbeitet, verwässert diese Oper doch im Grunde die Technik des Wagnerschen Leitmotivs. Im tragischen Genre ist der „Kain“ (1900) bemerkenswert; und ein wirkliches kleines Meisterwerk ist in ihrer Art die feinkomische Oper „Die Abreise“ (1898).

  • Werke

    Weitere W Opern: u. a. Flauto solo, 1905; Die toten Augen, 1916;
    Der Stier v. Olivera, 1918;

    Revolutionshochzeit, 1919;

    Scirocco, 1921;

    Mareike v. Nymwegen, 1923;

    Der Golem, 1926;

    Die schwarze Orchidee, 1929;

    Mister Wu, 1932 (Fragment, ergänzt v. Leo Blech); Kammermusik- und Orchesterwerke, Lieder; s. a. MGG.

  • Literatur

    E. Istel, Die moderne Oper vom Tode R. Wagners bis zur Gegenwart, 21923;
    H. Mersmann, Die moderne Musik seit d. Romantik, 1928 (P);
    H. J. Moser, Gesch. d. dt. Musik, Bd. 3, 21928, S. 379-81;
    W. Raupp, E. d'A., 1930;
    H. Heisig, E.d' A.s Opernschaffen, Diss. Leipzig 1942 (ungedr.);
    Grove, London 31927, Vol. I (W);
    H. Wirth, in: MGG.

  • Portraits

    Steindruck v. u. nach E. Orlik (Dresden, Kupf.-Kab.).

  • Autor/in

    Werner Bollert
  • Empfohlene Zitierweise

    Bollert, Werner, "d'Albert, Eugen" in: Neue Deutsche Biographie 1 (1953), S. 138 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd118501437.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA