Lebensdaten
1883 bis 1939
Geburtsort
Zofingen
Sterbeort
Zürich
Beruf/Funktion
Mathematiker
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 117695602 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Meißner, Ernst
  • Meissner, E.

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Zitierweise

Meißner, Ernst, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd117695602.html [19.11.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Eduard (1840–1909), Fabrikant in Zofingen, S d. Ernst Ludwig (1783–1849) u. d. Anna Maria Meister;
    M Elise (1854–1915). T d. Franz Samuel Zehnder (1819–76), Bäcker u. Wirt in Zofingen, u. d. Marie Elise Schaad (1831–88); ledig.

  • Leben

    M. besuchte die technische Abteilung der Kantonsschule Aarau und 1902-06 die Abteilung für Mathematik und Physik an der ETH Zürich, wo er bei A. Hurwitz studierte. 1907 wurde ihm auf Grund einer zahlentheoretischen Arbeit von der Univ. Zürich die Doktorwürde verliehen. Während zweier Semester verfolgte er hierauf seine mathematischen Studien an der Univ. Göttingen und wurde danach Assistent bei A. Herzog. 1909 konnte er sich an der ETH als Privatdozent für mathematische Fächer und Mechanik habilitieren. Im Frühjahr 1910 wurde ihm der Lehrstuhl für technische Mechanik an|der ETH anvertraut, den er bis 1938 innehatte.

    Das wissenschaftliche Werk M.s ist außerordentlich vielseitig. Die ersten Arbeiten sind noch der reinen Mathematik (Zahlentheorie, Algebra, Geometrie) gewidmet. Schon bald treten indessen die Anwendungen in den Vordergrund. Die Methoden bleiben dabei diejenigen der strengen Mathematik, und darin liegt ein wesentlicher Grund für den Erfolg seines Werkes, das zum großen Teil der angewandten Mathematik (graphische Analysis, Fourier-Analysis) und der Mechanik (Bebenwellen, Schalentheorie, rheolineare und nichtlineare Schwingungen, Leistungsausgleich) gewidmet ist. Seine Arbeiten, von denen vor allem diejenigen über graphische Analysis und über Schalentheorie bahnbrechend waren, haben M. internationale Anerkennung eingetragen. Er gehörte schon in jungen Jahren zu den wichtigsten Vertretern seines Faches. 1924 leitete er den 2. Internationalen Kongreß für technische Mechanik in Zürich.

  • Werke

    u. a. Üb. d. zahlentheoret. Formeln Liouvilles. Diss. Univ. Zürich 1907;
    Das Elastizitätsproblem f. dünne Schalen v. Ringflächen-, Kugel- od. Kegelform, in: Physikal. Zs. 14, 1913;
    Üb. graph. Integration v. totalen Differentialgleichungen, in: Schweizer. Bauztg. 62, 1913;
    Üb. Schüttelerscheinungen in Systemen mit periodisch veränderl. Elastizität, ebd. 72, 1918;
    Zur Festigkeitsberechnung v. Hochdruck-Kesseltrommeln. ebd. 86, 1925;
    Üb. d. Knikken kreisförmiger Scheiben, ebd. 101, 1933;
    Spannungen u. Formänderungen e. rotierenden Hohl- und Vollkugel, in: Zs. f. Math. u. Physik 64, 1916;
    Elast. Oberflächenwellen mit Dispersion in e. inhomogenen Medium, in: Vj.schr. d. Naturforschenden Ges. Zürich 66, 1921;
    On the Stability of the Earth, in.: Monthly Notices of the Royal Astronomical Society, Geophysical Supplement. Vol. 1.1923;
    Geschwindigkeitsausgleich rotierender Wellen durch schwingende Systeme (Schlingertanks), in: Verhh. d. 3. Internat. Kongresses f. techn. Mechanik, Stockholm 1930;
    Resonanz bei konstanter Dämpfung, in: Zs. f. angew. Math. u. Mechanik 15, 1935.

  • Literatur

    L. Kollros, in: Verhh. d. Schweizer. Naturforschenden Ges. 1939, S. 290-96 (W-Verz., P);
    Pogg. V-VII.

  • Autor/in

    Hans Brauchli
  • Empfohlene Zitierweise

    Brauchli, Hans, "Meißner, Ernst" in: Neue Deutsche Biographie 16 (1990), S. 697 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd117695602.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA