• Genealogie

    V Titus Axen (1602–62), Bürgermeister zu Husum;
    M Elsabe Petersen (1607–44);
    1670 Anna Catharina (1651–87), T des Landvogts in Dithmarschen Hans Boje (1612–68).

  • Leben

    Nach Studium der Rechte und der schönen Künste zu Leipzig und Jena war A. seit 1665 Hofmeister des Barons Friesen und Sekretär des Herzogs von Holstein auf Reisen nach Frankreich, Italien, den Niederlanden und England, seit 1670 Advokat in Schleswig. Als praktizierender Jurist jahrzehntelang tätig und weithin angesehen, erwies er sich auch als guter Philologe und Historiker. Er schrieb u. a. „Historia de vita et obitu Helenae a Kerssenburg“ (Jena 1657), übersetzte 1667 Galeazzo Gualdos „Historia pacis inter Ludovicum XIV. et Philippum IV.“ aus dem Italienischen ins Lateinische und gab die Fabeln des Phädrus (Hamburg 1671) heraus. Aus seiner ausgezeichneten Bibliothek ist ein Codex des Cornelius Nepos bekannt. Als kritisch gut veranlagter Gelehrter war er ein typischer Repräsentant des weitläufigen Polyhistorismus.

  • Literatur

    ADB I;
    M. Crusius, Oratio de vita et meritis Petri Axen, Kiel 1718;
    J. Lass, Üb. d. Leben A.s, in: Husumsche Nachrr., 1757;
    Dansk Leks. I, 1933.

  • Portraits

    Stich v. C. F. Fritzsch.

  • Autor/in

    Heinrich Grimm
  • Empfohlene Zitierweise

    Grimm, Heinrich, "Axen, Peter" in: Neue Deutsche Biographie 1 (1953), S. 471 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd117669601.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA

  • Leben

    Axen: Peter A., Rechtsgelehrter und Humanist, geb. 16. Juli 1635 zu Husum, 1707. Er studirte zu Helmstädt, Leipzig und Jena die Rechte und schönen Wissenschaften, bereiste theils als Hofmeister des Barons Friesen, theils als Secretär des Herzogs von Holstein verschiedene Länder, 1663, 64 und 65 Frankreich, 1667 und 68 Italien, dann die Niederlande und England, und ließ sich 1670 als Advocat in Schleswig nieder. Im Besitze einer ausgezeichneten Bibliothek, übersetzte er aus dem Italienischen des Galeazzo Gualdo: „Historia pacis inter Ludovicum XIV. et Philippum IV.“ 1667 und machte sich u. A. als Herausgeber der Fabeln des Phädrus, Hamburg 1671, bekannt. Aus seiner Bibliothek stammt ein Codex des Cornelius Nepos, über welchen Chr. Julius Wilh. Mosche (Symbolae ad crisin textus Cornelii Nepotis 1808—10), näher gehandelt hat. — Vgl. Magnus Crusius, Vita et merita Petri Axenii. Kilon. 1718. 4°.

  • Autor/in

    Steffenhagen.
  • Empfohlene Zitierweise

    Steffenhagen, "Axen, Peter" in: Allgemeine Deutsche Biographie 1 (1875), S. 707 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd117669601.html#adbcontent

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