Lebensdaten
1873 bis 1938
Geburtsort
Breslau
Sterbeort
Dresden
Beruf/Funktion
Wirtschaftswissenschaftler
Konfession
keine Angabe
Normdaten
GND: 11759296X | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Obst, Georg

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Zitierweise

Obst, Georg, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd11759296X.html [16.12.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Eduard, Rechnungsrat in B.;
    M Johanna Przygode;
    1) 1906 Helene, T d. Bernhard Meyer, Bankier, Stadtältester in Charlottenburg, 2) 1923 Elisabeth, Dr., T d. Dr. iur. Rudolf Harnisch (* 1864), aus Chemnitz, 1919-21 sächs. Justizmin., Landger. -präs. in Zwickau;
    2 S, 1 T.

  • Leben

    Nach dem Gymnasium und dreijähriger Banklehre in Breslau studierte O. seit 1899 Rechts- und Staatswissenschaften in Berlin|und Freiburg, wo er 1903 zum Dr. rer. pol. promoviert wurde. In den folgenden Jahren leitete er eine Depositenkasse der „Dresdner Bank“ in Berlin, bis er 1906 als Dozent für Bank- und Finanzwesen an die Handelshochschule Berlin berufen wurde. 1910 übernahm O. eine Vorstandstätigkeit bei der „Mitteldeutschen Privatbank“ und wurde leitender Direktor deren Leipziger Niederlassung. 1915 habilitierte er sich an der Univ. Breslau für das Fach Betriebswirtschaftslehre. Im gleichen Jahr erfolgte seine Berufung als Regierungsrat zur Leitung der Landespreisstelle im Sächs. Innenministerium und später zudem zur Leitung des Sächs. Kriegswucheramtes. 1919 wurde O. zum ao., 1927 zum o. Professor für Betriebswirtschaftslehre an der Univ. Breslau ernannt.

    Leben und Werk O.s waren bestimmt durch seine intensiven Bemühungen um eine enge Verbindung von Wissenschaft und Praxis: So arbeitete er bereits während seines Studiums in der Bank. Schon in jungen Jahren gründete er die Fachschule für Bankbeamte in Berlin. Seine Berufung an die Handelshochschule Berlin zeugt von seiner hohen Reputation. In seiner späteren Breslauer Zeit hatte O. den geschäftsführenden Vorsitz der Fachhochschulkurse für Wirtschaft und Verwaltung inne und engagierte sich dabei besonders für die Förderung des Zweiten Bildungsweges. Zur Erweiterung seiner Kenntnisse unternahm O. zahlreiche Forschungsreisen nach England, Frankreich und in den Orient. Aus der Fülle seiner Werke ragt besonders sein erfolgreiches „Lehrbuch des Geld-, Bank- und Börsenwesens“ hervor (1900, 301937, postum weitergeführt, 391993 u. d. T. „Geld-, Bank- und Börsenwesen“, hg. v. N. Kloten u. J. H. v. Stein). Die große Anerkennung, die dieses Werk bei der Fachwelt bis heute findet, fußt auf seiner umfassenden Konzeption sowohl als realitätsorientiertes Lehrbuch für Studierende als auch als Nachschlagewerk für den theoretisch interessierten Praktiker.

  • Werke

    Weitere W Theorie u. Praxis d. Checkverkehrs, 1899, 21901;
    Einf. in d. Buchführung, 1909, 41926;
    Bankbuchhaltung, 1925;
    Der Verkehr mit d. Bank, 1935. – Hg.: Das Buch d. Kaufmanns, 1904, 71928.

  • Literatur

    H. Nicklisch, in: Die Betriebswirtsch., 26. Jg., 1933, H. 3, S. 57 ff. (P);
    Die wirtsch.wiss. Hochschullehrer an d. reichsdt. Hochschulen u. an d. TH Danzig, Werdegang u. Veröff., 1938, S. 177 f., 664 ff. (W-Verz.);
    O. Hintner, in: H. Seischab u. K. Schwantag (Hg.), Hdwb. d. Betriebswirtsch. III, 31960, Sp. 4164 f.;
    F. Klein-Blenkers (Hg.), Gesamtübersicht üb. d. Hochschullehrer d. Betriebswirtsch. in d. Zeit v. 1898-1955, 21992, S. 284 f.

  • Autor/in

    Johann Heinrich von Stein
  • Empfohlene Zitierweise

    Stein, Johann Heinrich von, "Obst, Georg" in: Neue Deutsche Biographie 19 (1999), S. 407 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd11759296X.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA