Lebensdaten
1876 bis 1960
Geburtsort
Berßel Kreis Halberstadt
Sterbeort
Clausthal-Zellerfeld
Beruf/Funktion
Chemiker
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 117562416 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Meyer, Julius

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Zitierweise

Meyer, Julius, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd117562416.html [18.12.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Julius, Kaufm. aus Detmold;
    M Mathilde Niemeyer aus Bückeburg; oo 1) N. N., 2) 1920 Agnes geb. Meyer aus Bad Oeynhausen;
    2 S, 1 T aus 1), u. a. Heinz (* 1906), Dr. iur.

  • Leben

    M. nahm 1896 das Studium der Chemie in Berlin auf, setzte es ein Jahr später in Göttingen fort und wurde 1900 als Schüler von O. Wallach zum Dr. phil. promoviert. 1903 habilitierte er sich und wurde Privatdozent an der Univ. Breslau. 1906-08 arbeitete er als Assistent an der Univ. München, 1908-10 war er Mitarbeiter am Kaiserl. Gesundheitsamt in Berlin, 1911 kehrte er als Assistent an die Univ. Breslau zurück. Während des 1. Weltkrieges war M. sowohl an der Heeresgasschule tätig wie auch als Bataillonskommandeur am Fronteinsatz von Gaswaffen beteiligt. Nachdem er 1919 eine ao. Professur in Breslau erhalten hatte, wurde er dort 1921 zum o. Professor für Anorganische Chemie berufen. Seit 1935 hatte er das Ordinariat für Anorganische Chemie an der TH Breslau inne. Nach seiner Übersiedlung 1945 nach Clausthal-Zellerfeld wurde er zum Professor für Anorganische und Analytische Chemie an der dortigen Bergakademie ernannt.

    M.s wissenschaftliche Arbeiten sind außerordentlich vielseitig und umfassen hauptsächlich Forschungen auf dem Gebiet der anorganischen und physikalischen Chemie. Von den physikalisch-chemischen Arbeiten sind die Untersuchungen über den negativen Druck in Flüssigkeiten (1911) besonders interessant. Darüber hinaus verdienen seine zahlreichen Bestimmungen von Atommassen und Arbeiten über die Hydratation in wäßrigen Lösungen Beachtung. Von M. stammen umfangreiche Arbeiten zu den chemischen Eigenschaften von Chalkogenen, wobei es ihm gelang, die Einwirkung von Sauerstoff auf Dithionite aufzuklären und die Kenntnis der Chemie des Selens und Tellurs wesentlich zu erweitern. Darüber hinaus untersuchte er das chemische Verhalten verschiedener Übergangselemente, u. a. von Vanadium, Kobalt, Uran und Rhodium, insbesondere aber von Mangan. Auf chemischtechnischem Gebiet hat sich M. durch die Entwicklung eines porösen Leichtbetons verdient gemacht. Durch ausgezeichnete Vorlesungen und großes Engagement bei Unterweisungen im Laboratorium erwarb er sich den Ruf eines hervorragenden Hochschullehrers.|

  • Auszeichnungen

    Gedenkmedaille d. TH Wroclaw (1951).

  • Werke

    Der Gaskampf u. d. chem. Kampfstoffe, 1925, 31938;
    Einf. in d. Chemie f. Studierende techn. Berufe, 1939, 41948.

  • Literatur

    W. Klemm, G. Rienäcker, A. Meiner, J. M. z. 75. Geb.tage, in: Zs. f. anorgan. u. allg. Chemie 264, 1951, S. 1;
    Nachrr. aus Chemie u. Technik 4, 1956, S. 22 (P);
    Pogg. V, VI, VII a.

  • Autor/in

    Bettina Löser
  • Empfohlene Zitierweise

    Löser, Bettina, "Meyer, Julius" in: Neue Deutsche Biographie 17 (1994), S. 357 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd117562416.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA