Lebensdaten
1844 bis 1922
Geburtsort
Kleve
Sterbeort
Kiel
Beruf/Funktion
Meteorologe
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 11752459X | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Knipping, Erwin

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Zitierweise

Knipping, Erwin, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd11752459X.html [16.12.2018].

CC0

  • Genealogie

    N. N. ( vor 1915);
    2 S, u. a. Paul (* 1881), Schiffs-Ing.

  • Leben

    K. ging nach dem Abitur zur See. Nach einer Reihe von Segelschiffreisen besuchte er 1864 die Steuermannsschule in Amsterdam und erwarb dort das Steuermannszeugnis für Handelsschiffe. 1865 trat er in die preußische Marine ein, machte Fahrten mit der „Gefion“ und auf dem Kadettenschulschiff „Niobe“ eine Reise nach den Kapverdischen Inseln. 1866 als Unterleutnant der Seewehr entlassen, ging er 1867 als 2. Steuermann auf dem Dampfer „Courier“ auf eine längere Reise nach China und Japan. 1868 auf dem gleichen Schiff zum 1. Steuermann befördert, blieb er in dieser Stellung bis 1871. Aus dieser Zeit stammen seine ersten maritim-meteorologischen Beobachtungen, die er der Norddeutschen Seewarte, der Vorgängerin der Deutschen Senwarte in Hamburg, zur Verfügung stellte. Im Mai 1871 trat er als Lehrer an der „Hauptschule für Fremde Wissenschaften“, der späteren Universität Tokio, in die Dienste der japanischen Regierung. 1876-81 war er Prüfer für Kapitäne und Steuerleute der japanischen Handelsmarine und als Mitglied des Seeamtes für die Untersuchung von Schiffsunfällen tätig. Eigene meteorologische Beobachtungen nach der Anleitung des Preußischen Meteorologischen Instituts in Berlin begannen 1871 und endeten 1876 nach der Einrichtung des Meteorologischen Zentralobservatoriums in Tokio. K. widmete sich in der Folge vor allem dem Studium der Taifune und Wirbelstürme. In dieser Zeit entwarf er eine Karte der Postanstalten des japanischen Reiches, die auch die Grundlage für die Hassensteinsche Karte von Japan wurde. Auf Grund seiner Studien über Wirbelstürme legte er 1881 den Plan für einen Sturmwarnungsdienst vor. Schon 1883 konnte die erste Sturmwarnung ausgegeben werden. K. kehrte 1891 wieder nach Deutschland zurück und trat in den Dienst der Deutschen Seewarte in Hamburg, wo er sich in den folgenden Jahren außer mit Wirbelstürmen insbesondere mit der meteorologischen Navigation und mit Segelhandbüchern beschäftigte. 1909 trat er in den Ruhestand, lebte bis 1912 in Kleve und zuletzt in Kiel.

  • Werke

    Weitere W u. a. Justus Perthes Seeatlas, 1884/85, 51901;
    Segelhdb. f. d. Stillen Ozean, Kap. 7-12, 1897. -
    Aufsätze in: Nachrr. d. Dt. Ges. f. Natur- u. Völkerkde. Ostasiens;
    Taifun- u. Trop. Orkanbeobachtungen, in: Meteorolog. Zs. 3-21, 1884-1904;
    Petermanns Geograph. Mitt. 24-30, 1878-84;
    Archiv d. Dt. Seewarte 16-19, 1893-96;
    Ann. d. Hydrogr. u. maritimen Meteorol. 8-35, 1880-1907;
    Darst. d. Boden- u. Höhenwindverhältnisse in Japan, in: Nova Acta Leopoldina 61, 1894, Nr. 3.

  • Literatur

    J. Krauß, in: Ann. d. Hydrogr. 51, 1923;
    W. Köppen, in: Meteorolog. Zs. 40, 1923;
    Pogg. III, IV, VI.

  • Autor/in

    Karl Keil
  • Empfohlene Zitierweise

    Keil, Karl, "Knipping, Erwin" in: Neue Deutsche Biographie 12 (1979), S. 188 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd11752459X.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA