Lebensdaten
1841 bis 1902
Geburtsort
Burtscheid
Sterbeort
Aachen
Beruf/Funktion
Sodafabrikant
Konfession
lutherisch
Normdaten
GND: 117503177 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Hasenclever, Robert Wilhelm
  • Hasenclever, Robert
  • Hasenclever, Robert Wilhelm

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Zitierweise

Hasenclever, Robert, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd117503177.html [14.12.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Frdr. Wilh. (s. 1);
    Aachen 1865 Emma Maria Justine (1846–1910), T d. Justizrats Frdr. Bölling u. d. Maria Thorn;
    4 S, 1 T.

  • Leben

    Schon mit 16 Jahren studierte H. in Karlsruhe Chemie, daneben Physik, Mineralogie, Geologie, Technologie und Maschinenbau. Nach praktischer Tätigkeit in chemischen Werken, Gruben- und Hüttenbetrieben, seit 1862 in leitender Stellung bei Egestorff (Linden bei Hannover), wurde er 1864 Betriebsleiter in der väterlichen Sodafabrik zu Stolberg, nach dem Tode seines Vaters Generaldirektor. Das Unternehmen erlebte durch ihn einen stürmischen Aufschwung, die Zahl der Arbeiter verdoppelte sich, 7 Zweigwerke (Hamborn, Bensberg, Oberhausen, Dortmund, Münsterbusch, Birkengang und Mannheim) wurden durch Neugründung oder Kauf hinzugefügt. Sein kaufmännischer Erfolg paarte sich mit wissenschaftlichen Leistungen, die seinem Werk zugute kamen. Der 1869 patentierte „Hasencleverofen“, der die Nutzbarmachung der Zinkblende-Röstgase zur Schwefelsäuregewinnung in weit größerem Umfange als bisher ermöglichte, hatte vor allem den Vorteil der vollständigen Verarbeitung der bis dahin in die Luft geschickten Schwefelgase. Seiner Bemühung um die Unschädlichmachung des Hüttenrauches verdankte er die Ernennung zum Referenten für die Rauchschäden-Kommission im Soda-Fabrikantenverein. 1879 veröffentlichte er die umfangreichste der aus dieser Tätigkeit erwachsenen Schriften „Über die Beschädigung der Vegetation durch saure Gase“. Trotz schärfster Konkurrenz der englischen Soda- und der deutschen Ammoniak-Soda-Industrie blieb sein Werk die erfolgreichste Leblanc-Soda-Fabrik Deutschlands.

  • Werke

    s. F. Quincke, in: Zs. f. angewandte Chemie, 1902, H. 32.

  • Literatur

    Dtld.s Städtebau, Aachen, 21925, S. 187-91;
    C. Schiffner, Die Männer d. Metallhüttenwesens, 1942, S. 58 f.;
    E. Arens u. W. Janssen, Gesch. d. Club Aachener Casino, 21964, S. 195.

  • Portraits

    in: Fam.gesch., s. L z. Gesamtfam.

  • Autor/in

    Erich Meuthen
  • Empfohlene Zitierweise

    Meuthen, Erich, "Hasenclever, Robert" in: Neue Deutsche Biographie 8 (1969), S. 29 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd117503177.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA