Lebensdaten
1850 bis 1928
Geburtsort
Neustrelitz
Sterbeort
an Bord der „Fulda“ im Roten Meer
Beruf/Funktion
Flottenpolitiker ; Schiffbauingenieur ; Marineingenieur
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 117183318 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Busley, Carl Georg
  • Busley, Karl
  • Busley, Karl Georg
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Zitierweise

Busley, Carl, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd117183318.html [19.11.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Frdr. Wilh., Hofbüchsenmacher in Neustrelitz;
    M Luise Friederike Deniselle;
    Friederike, T des Industriellen v. Lilienthal in Elberfeld;
    1 T.

  • Leben

    B. studierte Schiffsmaschinenbau an der TH Charlottenburg (1871–74), wo er unter anderem mit Karl Ziese, dem späteren Besitzer der Schichauwerke, und Topp (Schiffbaudirektor bei den Schichauwerken) befreundet war. 1875 ging er als Maschineningenieur an die Kaiserliche Werft in Kiel und wurde 1879 Lehrer der Maschinenkunde an der Marineakademie (Marine- und Deckoffizierschule), daneben unternahm er häufige Studienreisen ins Ausland. Er war wiederholt Preisrichter auf Industrie- und Weltausstellungen (1889 Hamburg, 1893 Chicago, 1894 Antwerpen, 1895 Lübeck, 1897 Brüssel, 1900 Paris). 1895 trat er bei den F. Schichau-Werken in Danzig-Elbing als Bevollmächtigter ein. Auf B.s Anregung wurde 1899 die „Schiffbautechnische Gesellschaft“ gegründet, deren 1. Vorsitzender er 28 Jahre lang blieb. Er war Tirpitz bei seinen Flottenplänen ein wertvoller Mitarbeiter und Helfer: In zahlreichen Vorträgen suchte er das Verständnis für die Bedeutung der See und des Überseehandels zu wecken. B. gehörte daher 1898 zu den eifrigsten Vorkämpfern für die Errichtung eines deutschen Flottenvereins nach dem Vorbild der englischen Naval League. Er war auch die treibende Kraft bei der Errichtung der Kieler Woche und bei der Gründung des Deutschen Luftfahrerverbandes (1902), faßte die Luftverbände zur Fédération Aéronautique Internationale zusammen (erster Vizepräsident) und gründete 1908 die Union internationale du Yachting Automobile (1. stellvertretender Vorsitzender). 1912 Dr.-Ingenieur Ehren halber TH Berlin-Charlottenburg.

  • Werke

    u. a. Die Schiffsmaschine, 2 Bde. u. 1 Atlas, 1883, 31891 (1889 russ., 1892 engl.);
    Die Entwicklung d. Segelschiffes, 1920;
    zahlr. Aufsätze in Fachzss.

  • Literatur

    VDI-Zs., 1928, S. 404 f. (P);
    VDI-Nachrr.. 1928, Nr. 8 (P);
    Mitt. d. Ak. Ver. Hütte, 1928, Nr. 3, S. 1 (P);
    W. v. Lans, in: Schiffbau, 1928, H. 5, S. 1;
    Werft, Reederei, Hafen, 1928, S. 66;
    Jb. d. Schiffbautechn. Ges. 30, 1929, S. 58-69 (P);
    W. v. Lans, in: DBJ X, S. 25-31 (u. Tl. 1928, W, L).

  • Autor/in

    Carl Graf von Klinckowstroem
  • Empfohlene Zitierweise

    Klinckowstroem, Carl Graf von, "Busley, Carl" in: Neue Deutsche Biographie 3 (1957), S. 70 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd117183318.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA