Lebensdaten
1880 bis 1945
Geburtsort
Halle (Westfalen)
Sterbeort
Gelsenkirchen-Buer
Beruf/Funktion
Bergwerksdirektor
Konfession
reformiert
Normdaten
GND: 133303438 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Buskühl, Ernst

Objekt/Werk(nachweise)

Orte

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Zitierweise

Buskühl, Ernst, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd133303438.html [24.04.2019].

CC0

  • Genealogie

    V Gottlieb, Fabrikant, S des Kantors Frdr. aus Hiddenhausen u. der Minna Dor. Rieso;
    M Berta (kath.), T des Kaufm. Carl Frdr. Kisker u. der Bertha Seraphine Windhorst;
    Wattenscheid 1909 Hildegard Vietor;
    3 S.

  • Leben

    B. studierte das Bergfach in München und Aachen, wurde 1904 Bergreferendar und 1908 Bergassessor. Nach vorübergehender Beschäftigung beim Verein für die bergbaulichen Interessen in Essen (Bergbauverein) wurde er 1912 Bergwerksdirektor (Vorstandsmitglied) bei der Bergwerks-AG Consolidation in Gelsenkirchen. 1922 erfolgte seine Berufung in den Vorstand der Mannesmannröhren-Werke AG in Düsseldorf, 1935 übernahm er den Vorsitz des Vorstandes der Harpener Bergbau AG Dortmund (bis 1945). Er hat das Fortbestehen und die Entwicklung dieses Unternehmens in einer Zeit zu sichern verstanden, die an Erschütterungen kaum ihresgleichen hatte. Seit 1925 im Vorstand des Bergbauvereins und des Zechenverbandes, wurde er 1937 als Nachfolger von Ernst Brandi Leiter der Bezirksgruppe Steinkohlenbergbau Ruhr der Wirtschaftsgruppe Bergbau und des Bergbauvereins. Damit übernahm er trotz der Arbeitslast, die die Leitung der Harpener Bergbau AG mit sich brachte, neue zusätzliche Aufgaben. Von bleibender Bedeutung ist sein tatkräftiges Eintreten für alle Gemeinschaftsaufgaben des Steinkohlenbergbaus (Ehrensenator der Universität Münster und Ehrenbürger der TH Aachen). Diese Aufgaben erstreckten sich auf alle diejenigen wirtschaftlichen und technischen Fragen, die mit der Leistungssteigerung des Ruhrbergbaus, aber auch mit der Behandlung der für den Bergbau besonders wichtigen Probleme der Wasserwirtschaft (Emschergenossenschaft und Lippeverband) in Zusammenhang standen. Die Bergschulausbildung, wie überhaupt der gesamte vielseitige Aufgabenbereich der Westfälischen Berggewerkschaftskasse, erfuhr durch seine Mitarbeit im Vorstand dieser Gemeinschaftseinrichtung des Ruhrbergbaus eine tatkräftige Förderung. Seine Arbeit als Vorsitzender des Vereins zur Überwachung der Kraftwirtschaft der Ruhrzechen trug wesentlich zur Förderung kraftwirtschaftlicher Erfordernisse der Schachtanlagen bei. Der Gemeinschaftsarbeit galt auch sein maßgebliches Wirken in den Aufsichtsräten der Ruhrbenzin AG, der Ruhrgas AG, der Steinkohlen-Elektrizität AG, der Ruhr-Chemie AG und des Rheinisch Westfälischen Kohlensyndikats. B. war ferner Präsident der Industrie- und Handelskammer zu Dortmund.

  • Werke

    Der Einsatz d. Ruhrbergbaus, in: Vierjahresplan, 1938, Nr. 6, S. 324/28;
    Die nat. Bedeutung d. dt. Steinkohle, in: Dt. Volkswirt 12, 1937/38, Nr. 40, Beil.: Die Wschft. im neuen Dtld. in Einzeldarst., Folge 20: Der Steinkohlenbergbau, ein Wegbereiter dt. Wschft.aufstiegs, S. 10;
    Die Steinkohle im Vierjahresplan, in: Ruhr u. Rhein, 1938, Nr. 44, S. 991/95;
    Ausweitung d. Steinkohlenwschft., in: Vierjahresplan, 1939, Nr. 1/2, S. 25/29;
    Leistungen u. Aufgaben d. Ruhrkohlenbergbaus im Rahmen d. neuen kohlen- u. energiewschftl. Entwicklung, in: Glückauf, 1939, Nr. 24, S. 505/11;
    Der Ruhrbergbau in d. Leistungsprobe, in: Vierjahresplan, 1942, Nr. 5, S. 218/21.

  • Literatur

    Glückauf, 1940, S. 580;
    F. Pudor, Nekrologe aus d. rhein.-westfäl. Wschft.gebiet, Jg. 1939-51,1955, S. 103 f.;
    Rhdb. I, 1930;
    Wi. X, 1935.

  • Autor/in

    Fritz Pudor
  • Empfohlene Zitierweise

    Pudor, Fritz, "Buskühl, Ernst" in: Neue Deutsche Biographie 3 (1957), S. 69 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd133303438.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA