Lebensdaten
1854 bis 1912
Geburtsort
Korneuburg
Sterbeort
Wien
Beruf/Funktion
Direktor der Burgtheaters in Wien ; Schriftsteller
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 117161144 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Burckhard, Max Eugen
  • Burckhard, Max
  • Burckhard, Max Eugen
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Zitierweise

Burckhard, Max, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd117161144.html [17.11.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Leop., Grundbuchführer b. k. k. Kreisgericht: M Amalie, T des Ant. Scheibner, Handelsmann in Mähren, u. der Barb. Leinfellner;
    Sophie Nissl (geschieden, in 2. Ehe 1894 Aug. Creydt [ 1911], Afrikaforscher), T des Besitzers v. Brauerei u. Schloß Büchsenhausen b. Innsbruck.

  • Leben

    B. besuchte das Gymnasium des Stiftes Kremsmünster und die Universität Wien. Auf Grund seines „Systems des österreichischen Privatrechtes“ (1-3, Wien 1883/89) wurde er 1886 Privatdozent und 1887 Ministerialvizesekretär des Unterrichtsministeriums. Wider Erwarten am 3.2.1890 zum artistischen Sekretär, am 13.5.1890 zum Direktor des Hofburgtheaters ernannt, erneuerte er, frei von traditionellen Bindungen, Spielplan und Ensemble. Die Einführung volkstümlicher Klassikervorstellungen, die Miteinbeziehung der Dichtungen von Ibsen, Hauptmann, Schnitzler, Raimund und Anzengruber in das Repertoire, die Verpflichtung von Fr. Mitterwurzer, J. Kainz, der A. Sandrock, H. Bleibtreu und C. Medelsky war sein Verdienst. Am 18.1.1898 durch eine Kabale gestürzt und als Hofrat an den österreichischen Verwaltungsgerichtshof berufen, wirkte er in der Folgezeit als Schriftsteller und Theaterkritiker (Neue Freie Presse, Fremdenblatt) sowie Vorsitzender des österreichischen Bühnenvereins. Seine Romane, Dramen und Novellen aus dem Alltag zeigen ihn ebenso wie seine Kritiken als Fanatiker der Gerechtigkeit.

  • Werke

    u. a. Das Recht d. Schauspieler, 1896;
    Ein österr. Theaterrecht, Wien 1903;
    Quer durch Juristerei u. Leben, Wien 1904;
    Theater, Kritiken, Vorträge u. Aufsätze, Wien 1905;
    Ant. Frdr. Mitterwurzer, Wien 1906;
    Das Theater, 1907, = Die Gesellschaft 18;
    Quer durch d. Leben, Aufsätze, 1908;
    Autobiogr.: Das lit. Echo, 1912, S. 965;
    Hrsg.: Österr. Zs. f. Verwaltung, Wien 1890/91;
    s. a. Nekr. z. Kürschner, Lit.-Kal 1901-35, 1936.

  • Literatur

    L. Eisenberg, Das geist. Wien, Wien 1893, S. 63;
    H. Bahr, Wiener Theater, 1899, S. 170-201 u. ö.;
    ders., Erinnerung an B., 1913;
    Das lit. Echo, 1912, S. 960-65;
    H. Brunow, Das Burgtheater unter d. Leitung M. B.s, Diss. Wien 1923 (ungedr.);
    B. Wolf, M. B., Diss. Wien 1929 (ungedr.);
    F. Herterich, Das Burgtheater u. seine Sendung, Wien 1946, S. 62-65 (P);
    Nagl-Zeidler IV, S. 1954-63, 2071;
    BJ XVIII (Tl. 1912, L);
    Kosch, Lit.-Lex. I (W, L).

  • Portraits

    Lithogr. v. Jos. Eberle; Phot. v. Charles Skolik (beide Theaterslg. d. Österr. Nat. bibl. Wien).

  • Autor/in

    Gerda Doublier
  • Empfohlene Zitierweise

    Doublier, Gerda, "Burckhard, Max" in: Neue Deutsche Biographie 3 (1957), S. 35 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd117161144.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA