Lebensdaten
1885 bis 1962
Geburtsort
Wörth bei Aschaffenburg
Sterbeort
München
Beruf/Funktion
Schauspielerin
Konfession
keine Angabe
Normdaten
GND: 117143588 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Fuchs, Ernestine Maria (eigentlich)
  • Herzog, Ernestine Maria (verheiratete)
  • Morena, Erna
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Zitierweise

Morena, Erna, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd117143588.html [15.11.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Fritz Fuchs ( 1895);
    M Eugenie Seyler (1862–1951);
    B Friedrich Fuchs (1890–1948), Redakteur u. Hrsg. d. Zs. „Hochland“ (s. Kürschner, Lit.-Kal., Nekr. 1936–70); Schwägerin Ruth Schaumann (1899–1975), Schriftst. (s. Killy);
    1915 ( 1921) Wilhelm Herzog (1884–1960), Schriftst. (s. NDB VIII);
    1 T.

  • Leben

    M. besuchte nach eigenen Angaben eine Kunstgewerbeschule. 1910/11 war sie am Deutschen Theater in Berlin engagiert, 1912 gab sie die Titelrolle in dem Film „Die Sphinx“. Ihre große, schlanke Erscheinung, ihre fragilen Bewegungen und markanten Gesichtszüge prägten eine der bekanntesten, dabei vom Gestus ungewöhnlichsten Diven des deutschen Stummfilms. 1917 verkörperte sie in Filmrollen eine überaus damenhafte „Lulu“ und die „Kameliendame“. 1914 und 1917 brachten die Filmgesellschaften Messter und Union unter ihrem Namen und mit ihr als Star Serienfilme heraus. Mit eigener Filmfirma drehte sie 1918 „Geschichten aus 1001 Nacht“ und spielte darin die Scheherezade. 1918 gab sie die verführte Apothekerstochter in der Verfilmung von Margarethe Boehmes vielgelesenem Trivialroman „Tagebuch einer Verlorenen“. 1918/19 war sie am Stadttheater Troppau engagiert. In den expressionistischen Filmen „Von morgens bis mitternachts“ und „Algol“ (1920) wurde sie in greller Überzeichnung als großbürgerliche Dame eingesetzt. Eine ihrer prägnantesten Rollen war die exotisch-schöne Maharani in dem Monumentalfilm „Das indische Grabmal“ (1921). Komplexeren Rollenanforderungen, etwa in den Klassikerverfilmungen „Die Verschwörung zu Genua“ (1920), „Wilhelm Tell“ (1923) und „Wallenstein“ (1925), konnte sie nicht immer gerecht werden. In „Grand Hotel“ (1927) verkörperte sie noch einmal den auf Augenspiel und grazile Gesten reduzierten Typ der grande dame, der sich zum Ende der Stummfilmzeit erschöpft hatte. In Tonfilmen wurde M. nur noch in Nebenrollen beschäftigt. Sie betrieb später in München eine Künstlerpension.

  • Werke

    E. M., in: Die Frau im Film, 1919, S. 8 f.;
    Brief an e. Unbekannten, in: S. Lorant (Hrsg.), Wir vom Film, 1928, Nachdr. 1986, S. 69 f. (P).

  • Literatur

    E. M., in: H. Treuner (Hrsg.), Filmkünstler, Wir üb. uns selbst, 1928 (P);
    E. Reiche, E. M., in: Ill. Filmwoche 49, 1918, S. 358 (P);
    F. W. K., E. M., ebd. 11, 1919, S. 90 (P);
    CineGraph.

  • Autor/in

    Jürgen Kasten
  • Empfohlene Zitierweise

    Kasten, Jürgen, "Morena, Erna" in: Neue Deutsche Biographie 18 (1997), S. 99 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd117143588.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA