Lebensdaten
1795 bis 1875
Geburtsort
Wildenschwert (Böhmen)
Sterbeort
Wien
Beruf/Funktion
Musiker
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 117081523 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Jansa, Leopold

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Zitierweise

Jansa, Leopold, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd117081523.html [13.11.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Tuchmachermeister.

  • Leben

    J. besuchte die Elementarschule seines Heimatortes und erhielt dort auch Musikunterricht durch den Kantor J. N. Jahoda und den mit ihm verwandten Organisten J. Zizius. Nach Absolvierung des Gymnasiums in Brünn ging er 1817 zum Studium der Rechte nach Wien, gab dieses jedoch 1819 zugunsten der Musik auf. Er genoß den Kompositionsunterricht von J. H. Worzischek (Vořišek) und E. A. Förster, trat auch als Violinspieler hervor. 1823 ging er auf ein Jahr als Kammermusiker des Gf. Brunswik nach Ungarn und wurde dann Mitglied der Hofopernkapelle in Wien. 1834 und 1836 veranstaltete er zyklische Streichquartett-Aufführungen; erst 1845 gelang es ihm jedoch, die seit I. Schuppanzighs Tod verwaiste Tradition des Wiener Quartettspieles in jährlichen Zyklen wiederaufleben zu lassen. Seine Quartettproduktionen setzten sich bis ins Jahr des Beginnes der Hellmesbergerschen 1850 fort. Ihr Ende war ein erzwungenes, da J. wegen eines in London für ungar. Flüchtlinge gegebenen Konzertes seine Stelle verlor. Er lebte seither in London. 1868 ermöglichte ihm die Amnestie und Zuerkennung einer Pension die Rückkehr nach Wien. J. war auch ein bedeutender Lehrer, der unter anderem K. Goldmark, W. Neruda und J. Strauß Vater unterrichtete.

  • Werke

    Streichquartette, Violindutte u. a. Kammermusik;
    Violinkonzerte;
    Kirchenmusik;
    Bearb. v. Opern- u. a. Melodien f. Violine u. Klavier.

  • Literatur

    Wurzbach X;
    E. Hanslick, Gesch. d. Concertwesens in Wien, 1869;
    MGG VI (W, L, P);
    G. Černušák-B. Stědřoň-Z. Nováček, Česko slovenský hudební slovník I, 1963.

  • Portraits

    Lith. v. J. Kriehuber, 1844 (Wien, Nat.bibl.), Abb. in MGG, u. v. O. F. Inninger, 1847.

  • Autor/in

    Theophil Antonicek
  • Empfohlene Zitierweise

    Antonicek, Theophil, "Jansa, Leopold" in: Neue Deutsche Biographie 10 (1974), S. 339 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd117081523.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA