Lebensdaten
1811 bis 1882
Geburtsort
Brüel (Mecklenburg)
Sterbeort
Wismar
Beruf/Funktion
Buchhändler ; Verleger
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 116898275 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Hinstorff, Detloff Carl
  • Hinstorff, D. C.
  • Hinstorff, Dethloff Carl
  • mehr

Verknüpfungen

Von der Person ausgehende Verknüpfungen

Personen im NDB Artikel
Personen in der GND - familiäre Beziehungen

Verknüpfungen zu anderen Personen wurden aus den Registerangaben von NDB und ADB übernommen und durch computerlinguistische Analyse und Identifikation gewonnen. Soweit möglich wird auf Artikel verwiesen, andernfalls auf das Digitalisat.

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Zitierweise

Hinstorff, Detloff Carl, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116898275.html [16.11.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Heinr. Gg. Christoph, Weber;
    M Dor. Caroline Possehl;
    N. N.;
    2 S, 2 T.

  • Leben

    H. erwarb sich im Selbststudium während seiner Lehrzeit (zunächst als Kaufmann, dann als Buchhändler in Wismar) gründliche Fachkenntnisse im Buchhandel und Verlagswesen. Mit 20 Jahren etablierte er sich, vom Landesherrn vorzeitig als volljährig erklärt, als Buchhändler in Parchim. Bereits 1832 erweiterte er den Sortimentsbuchhandel um den Verlagsbuchhandel, und durch systematischen Ausbau war er in wenigen Jahren der führende juristische Verleger in den mecklenburgischen Herzogtümern. 1835 konnte er in Ludwigslust eine Zweigniederlassung gründen und 1849 den Hauptsitz des Verlags nach Wismar verlegen. 1864 eroberte er sich einen sicheren Platz in Rostock und firmierte nun als „Hinstorffsche Hofbuchhandlung in Wismar, Rostock und Ludwigslust“. Neben Jura waren Theologie, Schulbuchwesen und Heimatliteratur die Stützen des Verlages. 1867 konnte H. den zahlreichen periodischen Erscheinungen die „Neue Wismarsche Zeitung“ (später „Mecklenburger Tageblatt“) folgen lassen. Der Aufstieg zu dieser Höhe war vor allem auch eine Folge davon, daß H. in Fritz Reuter den Autor gefunden hatte, der den Namen des Verlages weit über die Landesgrenzen hinaustrug. Noch zu Lebzeiten H.s verließen etwa 1 Million Reuter-Bände den Verlag des größten buchhändlerischen Unternehmens Norddeutschlands. Nach 1882 führten die Erben das Unternehmen im Geiste des Gründers weiter. Heute ist der in Rostock beheimatete Verlag volkseigen. Das Hauptgewicht hat sich auf die Gegenwartsliteratur des Nordens und Ostens verlagert und wird durch maritime und heimatkundliche Veröffentlichungen ergänzt.

  • Werke

    Verlagskat., 1911.

  • Literatur

    O. Heidmüller, Fritz Reuter u. s. Verleger, in: Niederdt. Jb. 39, 1913;
    Wilh. Schmidt, D. C. H, Leben u. Wirken e. mecklenburg. Buchhändlers,|in: Meckl. Mhh. 7, 1931 (W, Verz. d. v. H. begründeten Ztgg., Zss. u. period. Werke, P);
    G. Ringeling, Ein Dichter u. s. Verleger, Nach bisher unveröff. Reuterbriefen, ebd.;
    Was wird, wenn einer zwar zu jung, aber nicht dumm ist, Zur Gesch. d. H.schen Verlagsbuchhandlung, in: H.s Jubiläums Alm. 1831-1931 (P);
    H. A. Stoll, Eine kleine Stadt, ein kleines Land, ein großer Verleger: D. C. H., in: Börsenbl. f. d. dt. Buchhandel (Leipzig), 1956, Nr. 32;
    ders., Reuter contra H., ebd., Nr. 42.

  • Portraits

    Phot. (Eisenach, Fritz-Reuter- u. Richard-Wagner-Mus.).

  • Autor/in

    Wollgang Lindow
  • Empfohlene Zitierweise

    Lindow, Wolfgang, "Hinstorff, Detloff Carl" in: Neue Deutsche Biographie 9 (1972), S. 192 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116898275.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA