Lebensdaten
1882 bis 1929
Geburtsort
Stuttgart
Sterbeort
Würzburg
Beruf/Funktion
Mathematiker
Konfession
keine Angabe
Normdaten
GND: 116797827 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Hilb, Emil
  • Hilb, E.

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Zitierweise

Hilb, Emil, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116797827.html [15.11.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Adolf (1850–94, isr.), Kaufm. in St., S d. Kaufm. Salomon in St. u. d. Rosa Kuhn;
    M Clärchen (* 1850), T d. Kaufm. Jakob Ulrich in Augsburg u. d. Sofie Schwab;
    Vt Richard Bär (1892–1940), Prof. d. Physik in Zürich (s. Pogg. VI, VIIa);
    1912 Marianne Alice (1889–1943), T d. Fabr. Oskar Wolff in Stadtoldendorf.

  • Leben

    H. studierte vornehmlich Mathematik und Physik an Universität und TH München sowie an den Universitäten Berlin und Göttingen (Promotion zum Dr. phil. 1903 an der Universität München). Seine Lehrer waren vor allem F. von Lindemann, A. Pringsheim und H. A. Schwarz. 1904-06 war er als Assistent am Realgymnasium Augsburg und 1906-08 am mathematischen Seminar der Universität Erlangen tätig, habilitierte sich hier 1908 für Mathematik und folgte 1909 einem Ruf als außerordentlicher Professor an die Universität Würzburg, wo er 1923 zum ordentlichen Professor ernannt wurde.

    H.s wissenschaftliche Leistungen liegen auf dem Gebiete der reellen und komplexen Analysis. Eine erste Gruppe von Arbeiten gilt den Reihen- und Integraldarstellungen „willkürlicher“ Funktionen durch Eigenfunktionen von Randwertproblemen bei Differentialgleichungen. Hier hat H. insbesondere mit Hilfe der Residuenmethode auch Probleme gemeistert, die der damals aktuellen Integralgleichungstheorie nicht zugänglich waren. Später behandelte er sehr erfolgreich lineare Funktionalgleichungen, und zwar – außer Differenzen- und Integro-Differentialgleichungen – vor allem lineare Differentialgleichungen unendlich hoher Ordnung. Deren Theorie wurde durch seine Frage nach den verschiedenen Nebenbedingungen, durch welche die Eindeutigkeit der Lösung garantiert wird, in gewissem Sinne systematisiert, wobei auf die Theorie der Differenzengleichungen neues Licht fällt. Auch über sogenannte Kleinsche Oszillationstheoreme hat er gearbeitet.

  • Werke

    u. a. Lineare Differentialgleichungen im komplexen Gebiet, in: Enz. d. math. Wiss. II, 2, 1915;
    Nichtlineare Differentialgleichungen, ebd., 1921;
    Allg. Reihenentwicklungen, ebd. II, 3, 2, 1923 (mit O. Szász);
    Neuere Unterss. üb. trigonometr. Reihen, ebd., 1924 (mit M. Riesz). -
    Mithrsg. (mit H. Burkhardt, W. Wirtinger u. R. Fricke): Enz. d. math. Wiss. II, 2 u. 3, 1902-27.

  • Literatur

    O. Haupt, in: Jber. d. Dt. Mathematiker-Vereinigung 42, 1933 (W-Verz., P);
    Pogg. V, VI.

  • Autor/in

    Otto Haupt
  • Empfohlene Zitierweise

    Haupt, Otto, "Hilb, Emil" in: Neue Deutsche Biographie 9 (1972), S. 115 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116797827.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA