Lebensdaten
1872 bis 1936
Geburtsort
Wiesbaden
Sterbeort
Kapstadt (Südafrika)
Beruf/Funktion
Pathologe
Konfession
konfessionslos?,evangelisch?
Normdaten
GND: 116758953 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Herxheimer, Gotthold

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Zitierweise

Herxheimer, Gotthold, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116758953.html [17.12.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Salomon (1841–99), Spezialarzt in W., S d. Herz (Hermann) H. (s. Gen. 2);
    M Fanny Livingston (1853–1922);
    Ov Karl (s. 2);
    - München 1911 Gertraud (* 1888), T d. Oberamtsrichters Karl v. Poschinger u. d. Klotilde Neuner; kinderlos.

  • Leben

    H. studierte Medizin in Straßburg, Berlin und Greifswald. Er legte hier 1896 das Staats- und das Doktorexamen ab. Als Assistent bei Orth in Göttingen (1898–1900) und bei Weigert in Frankfurt a. M. (1900–02) bereitete er sich auf den Beruf des Pathologen vor. Bei der Einrichtung der Prosektur des Städtischen Krankenhauses in Wiesbaden 1902 wurde er mit dieser betraut (1907 Titularprofessor). Als er 1933 aus rassischen Gründen ausscheiden mußte, war das an sich kleine Institut ein Mittelpunkt pathologischanatomischer Arbeit in Deutschland. H. gehörte zu den Gründern der Vereinigung Westdeutscher Pathologen (1920). Vom Amt des Vorsitzenden der Deutschen Pathologischen Gesellschaft, zu dem er 1931 gewählt worden war, trat er vor der Übernahme des Präsidiums der ersten nach 1933 stattfindenden Tagung zurück.

    H. war ein international anerkannter Pathologe. Aschoff urteilt über ihn, er habe in einem Maße wie selten ein Vertreter des Faches „alle Gebiete der Medizin“ überschaut. Sein wissenschaftliches Werk reicht über die gesamte allgemeine und spezielle Pathologie, dabei blieb er immer für klinische Fragen aufgeschlossen. Hervorzuheben sind seine Arbeiten über den Diabetes und seine Beziehungen zur Bauchspeicheldrüse, über das Verhältnis zwischen Syphilis und akuter gelber Leberatrophie und über die Pathologie der Epithelkörperchen.

  • Werke

    u. a. Mißbildungen d. Herzens u. d. großen Gefäße, in: Die Morphol. d. Mißbildungen d. Menschen u. d. Tiere, T. 3, 1910, S. 339-504;
    Technik d. patholog.-histolog. Unters., 1912;
    Grundlagen d. patholog. Anatomie f. Studierende u. Ärzte, 1921 (zugleich 15. u. 16. Aufl. v. H. Schmaus, Grundriß d. patholog. Anatomie, 201932);
    Krankheitslehre d. Gegenwart, Strömungen u. Forschungen in d. Pathol. seit 1914, 1927. - Hrsg.: Stoffwechselkrankheiten, Fortbildungsvorträge üb. Stoffwechsel- u. verwandte Krankheiten, 1926.

  • Literatur

    L. Aschoff, in: Btrr. z. patholog. Anatomie 97, 1936, H. 1;
    ders., in: Verhh. d. Dt. Patholog. Ges. 29 (1936), 1937, S. 381 ff. (W);
    W. Fischer u. G. B. Gruber, 50 J. Pathol. in Dtld. (1897–1947), 1949;
    S. R. Kagan, Jewish Medicine, Boston, Mass., 1952 (W);
    Fischer.

  • Autor/in

    Horst Zoske
  • Empfohlene Zitierweise

    Zoske, Horst, "Herxheimer, Gotthold" in: Neue Deutsche Biographie 8 (1969), S. 727 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116758953.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA