• Genealogie

    V Heinr. ( 1805), Fabr., S d. Arnold u. d. Anna Christine Elis. Thomas;
    M Anna Marg. (1758–1810), T d. Siamosenwebers Joh. Wilh. Frowein ( 1787);
    ⚭ Wilhelmine Huß (1817–49);
    1 S, 3 T.

  • Leben

    Früh verwaist, wurde G. von seinem älteren Bruder in eine Privatschule in Jülich gebracht, wo er bald durch seine besondere Begabung für Mathematik auffiel. 1815 begann seine Laufbahn als Lehrer. 1826-36 wirkte er an der Bergschule in Saarbrücken. Hier entdeckte er seine Liebe zu den fossilen Pflanzen und Tieren, denen er sich auch noch später, da er am Gymnasium in Saarbrücken lehrte, so erfolgreich widmete. Seine eigentliche wissenschaftliche Tätigkeit begann 1835 mit der Schrift „Grundzüge der geognostischen Verhältnisse und der Flora der Jetzt - und Vorwelt in der nächsten Umgebung von Saarbrücken“. Als seine bedeutendste Arbeit gilt die „Flora saraepontana fossilis, Die Pflanzenversteinerungen des Steinkohlengebirges von Saarbrücken“ (1855-62). Darin bemüht sich G., aus den verschiedenen Pflanzenresten ein möglichst vollkommenes Bild der Pflanzen zu erhalten, beschreibt darüber hinaus einige Pflanzen als Leitfossilien und macht den Anfang für eine stratigraphische Untergliederung des Karbons. Neben den Pflanzen beschäftigte er sich auch mit der Fauna, darunter – erstmalig aus dem Saarbrückener Karbon – besonders mit den Insektenfunden.|

  • Auszeichnungen

    Mitgl. d. Leopoldina (1852).

  • Literatur

    Neues Jb. f. Mineral., 1882, 1, S. 164;
    H. v. Dechen, in: Verhh. d. naturhist. Ver. f. d. preuß. Rheinlande u. Westf. 8, 1881, S. 58-66;
    P. Guthörl, in: Bergfreiheit 24, 1959, S. 111-29 (W);
    G. A. Pritzel, Thesaurus literaturae botanicae, 1871.

  • Portraits

    Phot. (München, Dt. Mus., P-Slg. d. Bibl.).

  • Autor/in

    Karl-Heinz Josten
  • Empfohlene Zitierweise

    Josten, Karl-Heinz, "Goldenberg, Friedrich" in: Neue Deutsche Biographie 6 (1964), S. 604 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116749164.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA