Lebensdaten
1870 bis 1926
Geburtsort
Arnstein bei Würzburg
Sterbeort
Berlin
Beruf/Funktion
Gynäkologe
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 116719168 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Franz, Karl Veit
  • Franz, Karl
  • Franz, Karl Veit

Quellen(nachweise)

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Zitierweise

Franz, Karl, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116719168.html [17.12.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Franz Konrad, Spitalverwalter;
    M Josefine Breitenbuch;
    Margarete (1879–1945), T d. Hermann Fehling ( 1925), Prof. d. Gynäkol. (s. NDB V).

  • Leben

    Nach Promotion in Würzburg war F. 1894-99 Assistent des Anatomen Ph. Stöhr in Zürich. Hier erwarb er sich eine gute anatomische Vorbildung für seine spätere schneidende operative Technik. Ab 1899 war er Schüler von H. Fehling und später von E. Bumm in Halle. Mit Bumm ging er 1904 an die Frauenklinik der Charité in Berlin, wo er Leiter der gynäkologischen Poliklinik wurde. 1904-10 war er Ordinarius in Jena. Im April 1910 ging er nach Kiel, um im Oktober 1910 Nachfolger Bumms an der Frauenklinik der Charité zu werden. – F. bearbeitete Probleme der Bauchhöhlenschwangerschaft, besonders der Ovarialgravidität, der Entwicklung des weiblichen Beckens im Zusammenhang mit der weiblichen Keimdrüse. Wichtig sind seine Arbeiten über die Prüfung der Beeinflußbarkeit der Uteruskontraktion, die weitere Untersuchungen veranlaßten. Intensiv beschäftigte er sich mit der Bakteriologie des Wo chenbetts. F. hielt auf strenge Aseptik und stand der klinischen Bakteriologie kritisch gegenüber. Sein Hauptarbeitsgebiet war die Ausbildung einer eigenen operativen Technik mit strenger Schule. Er entwickelte eine Methode zur Einpflanzung des Urethers in die Blase. Weitere Arbeiten betreffen die Beckenhochlagerung, die Stumpfversorgung, die Gefäßnaht, die vaginale Punktion, die Myomoperation und vor allem die Radikaloperation des Uteruskarzinoms. F. lehnte die Hebetomie und den extraperitonealen Kaiserschnitt ab. Gegenüber der Strahlentherapie vertrat er einen konservativen Standpunkt. F. war Schriftführer mehrerer gynäkologischer Zeitschriften.

  • Werke

    W u. a. Lehrb. d. Frauenkrankheiten, 41913 (mit H. Fehling);
    Gynäkol. Operationen, 1925.

  • Literatur

    W. Stoeckel, in: Zbl. f. Gynäkol. 50, 1926, S. 2802-10 (W, P);
    B. Zondek, in: Mschr. f. Geburtshilfe 74, 1926, S. 381-83 (P);
    R. Zimmermann, in: Fortschritte d. Therapie 2, 1926, S. 685;
    G. A. Wagner, in: Zs. f. Geburtshilfe u. Gynäkol. 90, 1926, S. I-IV (n. S. 486) (P);
    Th. v. Jaschke, in: Klin. Wschr. 5, 1926, S. 20-47;
    E. Bracht, in: Dt. med. Wschr. 52, 1926, S. 1867;
    ders., in: Archiv f. Gynäkol. 129, 1927, S. I-X (n. S. 458) (W, P);
    E. Giese u. B. v. Hagen, Gesch. d. Med. Fak. d. Friedrich-Schiller-Univ., Jena, 1958, S. 624 f.;
    E. Philipp u. G. Hörmann, Die Kieler Univ. Frauenklinik u. Hebammenlehranstalt, 1955, S. 88 ff.;
    C. J. Gauß u. B. Wilde, Die Dt. Geburtshelferschulen, 1956, S. 120;
    Fischer.

  • Autor/in

    Manfred Stürzbecher
  • Empfohlene Zitierweise

    Stürzbecher, Manfred, "Franz, Karl" in: Neue Deutsche Biographie 5 (1961), S. 375 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116719168.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA