Lebensdaten
1866 bis 1950
Geburtsort
Holzmaden bei Kirchheim unter Teck (Württemberg)
Sterbeort
Holzmaden bei Kirchheim unter Teck (Württemberg)
Beruf/Funktion
Paläontologe
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 116523379 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Hauff, Bernhard
  • Hauff, Bernhard, Senior

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Zitierweise

Hauff, Bernhard, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116523379.html [18.11.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Alwin Heinr. (1829–94), Chemiker, Schieferbruchbes. in H., S d. Gottfr. Aug. (1794–1862) Prof. am ev.-theol. Seminar in Schöntal (Vt 2. Grades d. Hermann [s. 2] u. d. Wilhelm [s. 3]), u. d. Christiane Elisabeth Zeller;
    M Emma Frieder. Julie (1838–93), T d. Phil. Petri (1800–68), Maler in Göttingen (s. ThB), u. d. Ludowika Krüger;
    Neidlingen 1896 Klara (* 1876), T d. Pfarrers Gottfr. Elwert in Neidlingen Kr. Nürtingen u. d. Klara Trissler;
    2 S, 4 T, u. a. Bernhard (* 1912), Paläontologe.

  • Leben

    H. kam mit 17 Jahren an die Naturaliensammlung in Stuttgart zur Ausbildung als Präparator. Danach übernahm er die Bergung und Präparation der paläontologischen Funde in der eigenen Schiefergrube und in den benachbarten Steinbrüchen in enger Fühlungnahme mit den Professoren E. Fraas (Stuttgart), E. Koken, J. Pompeckj, F. von Huene und E. Hennig (Tübingen). Ungewöhnliche Entdeckungen verdankt ihm die Wirbeltier-Paläontologie. Die in den Holzmadener Steinbrüchen relativ häufigen Fossilien, besonders aber die Skelette von Sauriern und Fischen, wurden von ihm nicht nur nach Lage und Fundschicht vermessen, sondern auch mit äußerster Sorgfalt präpariert. Großes Aufsehen unter den Fachgelehrten riefen die von H. entdeckten und erstmals präparierten Weichteile und Hautreste der Ichthyosaurier hervor, die erst eine vollständige Rekonstruktion ermöglichten. Die häutigen Flossen der Ichthyosaurier und die Reste ungeborener Embryonen im Leibe der Muttertiere kamen durch ihn zum Vorschein. H.s Präparate schmücken paläontologische Museen in aller Welt. Eine Auswahl besonders wertvoller Holzmadener Fossilien ist in dem von ihm gegründeten und von seinem Sohn fortgeführten Museum Hauff, in der Nähe der Autobahn bei Kirchheim/Teck, ausgestellt.|

  • Auszeichnungen

    Dr. rer. nat. h. c. (Tübingen 1920), Goethemedaille.

  • Werke

    Unters. d. Fossilfundstätten v. Holzmaden im Posidonienschiefer d. Oberen Lias Württembergs, in: Palaeontographica 64, 1921, S. 1-42 mit 21 Tafeln.

  • Literatur

    Bernh. Hauff [S], Das Holzmadenbuch, 21960 (P).

  • Autor/in

    Georg Wagner
  • Empfohlene Zitierweise

    Wagner, Georg, "Hauff, Bernhard" in: Neue Deutsche Biographie 8 (1969), S. 84 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116523379.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA