• Genealogie

    V Isidor, Volksschullehrer;
    M Rosa Goldschmidt; ledig.

  • Leben

    G. war Gymnasiast in Krotoschin, seit 1880 Student der Geschichte und Germanistik in Breslau, wo ihn J. Caro 1884 promovierte. Seine Dissertation „Die gravamina der deutschen Nation gegen den römischen Hof“ erlebte 1895 eine 2. Auflage. Nach Probejahr an einem Breslauer Gymnasium wurde G. 1887 Hilfs-, 1888 Oberlehrer an der Städtischen Realschule zu Berlin. 1899 erhielt er den Professor-Titel. Das von ihm zuerst 1881, in 2. Auflage 1901 mit anderen Mitarbeitern in 2 Bänden herausgegebene „Handbuch der deutschen Geschichte“ bewährte sich so gut, daß es nach G.s frühem Tod immer wieder neu bearbeitet wurde (81954-60, 4 Bände, herausgegeben von H. Grundmann). Nachdem er 1896/99 zwei Bände über „Wilhelm von Humboldt als Staatsmann“ veröffentlicht hatte, übertrug ihm die Berliner Akademie die Ausgabe der politischen Schriften Humboldts in der Gesamtausgabe; 3 Bände „Politische Denkschriften 1802-34“ erschienen 1903/04. Seine Schule, die ihn dafür zeitweise beurlaubte, rühmte ihm „regen Geist und herzliche Freundlichkeit“ nach; H. von Sybel lobte Fleiß und Hingebung des tüchtigen Lehrers bei seiner wissenschaftlichen Arbeit.

  • Werke

    Weitere W Gesch.werk u. Kunstwerk, 1885;
    Dt. Kaisersaal, Gesch. d. dt. Kaiser in Biogrr., 1894;
    Dt. Gesch. im 19. Jh., 2 Bde., 1898 f.;
    Aufsätze in: NA 12/13, 1887/88, HZ 59, 1888.

  • Literatur

    17. Ber. d. Städt. Realschule zu Berlin, 1905, S. 20;
    BJ X (Tl. 1905, L).

  • Autor/in

    Herbert Grundmann
  • Empfohlene Zitierweise

    Grundmann, Herbert, "Gebhardt, Bruno" in: Neue Deutsche Biographie 6 (1964), S. 120 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116473916.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA