• Genealogie

    V Anton Auzinger, aus Kötzting, köngilicher Militäroboist, der 1833 mit König Otto nach Griechenland gezogen war;
    M Emma Wagner;
    München 27.6.1865 Walburga Carolina (1843–1912), uneheliche T der Walburga Horn, Obstlerstochter in München;
    3 S, 1 T.

  • Leben

    1838 kehrte A. mit seinem kränklichen Vater nach München zurück, wo er eine sog. Armenschule besuchen mußte. Mit 16 Jahren wurde er Militärtrompeter in Germersheim, bis er nach schwerer Erkrankung seine Musikerlaufbahn aufgeben mußte; 1855 wurde er nach München versetzt und diente 1859-61 als Feuerwerker. Nach seiner Entlassung aus dem Heere gelang es ihm endlich, seiner Lieblingsneigung zum Schauspielerberuf zu folgen. Nach bitteren Erfahrungen bei Schmierenbühnen nahm ihn A. Freiherr von und zu Franckenstein als Privatsekretär (1862), im nächsten Jahr wurde er Sekretär der Gesellschaft „Museum“, später beim Allgemeinen Gewerbeverein in München. 1881 verschaffte ihm Minister J. Lutz, der seine dichterische Begabung würdigte, einen ähnlichen Posten im Kultusministerium und später im Kuratorium des Maximilianeums. - Sein Charakterbild aus den bayerischen Bergen „Da Büchs'nfranzl“ (1878),|lange Zeit ein Zugstück des Gärtnertheaters, machte ihn mit einem Schlag bekannt. Auch seine anderen Mundartdichtungen fanden großen Beifall, weniger seine hochdeutschen Gedichte.

  • Werke

    u. a. Eichenzweig u. Daxbosch'n, Dialektdichtungen, 1883;
    Es feit si' nix, oberbayer. Gedichte, 1884, 21898;

    Mir san g'stellt, Gedichte, 1893, 21899;

    Einig u. frei, hochdt. Gedichte, 1895;

    A so san mir, 1898;
    Ges. Werke, 1925 (P).

  • Literatur

    Brümmer 61913;
    DBJ Oberleitungs-Bd. I (Totenliste 1914, L);
    Krüger, 1914;
    Kosch, Lit.-Lex.

  • Autor/in

    Eduard Stemplinger
  • Empfohlene Zitierweise

    Stemplinger, Eduard, "Auzinger, Peter" in: Neue Deutsche Biographie 1 (1953), S. 463 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116388846.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA