Lebensdaten
1839 bis 1906
Geburtsort
München
Sterbeort
München
Beruf/Funktion
bayerischer General ; Kriegsminister
Konfession
keine Angabe
Normdaten
GND: 116359501 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Asch zu Asch auf Oberndorff, Adolf Freiherr von
  • Asch zu Asch, Adolf Freiherr von
  • Asch zu Asch auf Oberndorff, Adolf Freiherr von

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Zitierweise

Asch zu Asch, Adolf Freiherr von, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116359501.html [14.12.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Joseph Adalbert Alois Freiherr von Asch zu Asch (1793–1865), Generalmajor, aus bayerischem Adel;
    M Violanda Leopoldine, T des Justizministers Freiherr von Schrenck und der Leopoldine Freiin Asch von Wetterfeld;
    Gvv Alois Franz Freiherr von Asch zu Asch (1759–94), Regierungsrat und Landrichter;
    München 1893 Marie (1840–1900), Witwe des bayerischen Generalleutnant Hugo Ritter von Helvig ( 1891), T des August Ritter von Hauner ( 1884), Professor der Medizin, und der Marie Kreszentia.

  • Leben

    A. machte den Mainfeldzug 1866 als Oberleutnant mit und war im Krieg 1870/71 Adjutant beim Generalkommando des 1. bayerischen Korps von der Tann. 1874 in den bayerischen Generalstab versetzt, erfolgte kurz darauf seine Kommandierung zur kriegsgeschichtlichen Abteilung des Großen Generalstabs in Berlin, wo er den Anteil der bayerischen Truppenteile am Krieg von 1870/71 bearbeitete. 1885 Oberst und Kommandeur des 1. bayerischen Infanterie-Regiments, seit 1889 Generalmajor, übernahm A. 1893 das Kommando der 2. Division in Augsburg, um noch im gleichen Jahr als Nachfolger des bayerischen Kriegsministers von Safferling an die Spitze der Armeeverwaltung zu treten. Die Bedeutung A.s liegt sowohl in der Organisation als auch in der praktischen Schulung der bayerischen Armee, deren Belange er auch gegenüber dem Parlament zu wahren verstand. Fällt doch in die „Ära Asch“ die Errichtung des III. Armeekorps mit dem Sitz in Nürnberg (1900), die Organisation der Feldartillerie, die seit 1901, in sechs Brigaden gegliedert, zwölf Regimenter zählte, die Aufstellung der ersten bayerischen Maschinengewehrabteilung und die Bildung des ersten Detachements Jäger zu Pferde. Ferner ist die Lösung der Frage einer einheitlichen Militär-Strafprozeßordnung sowie die Entsendung des bayerischen Kontingents zur Expedition nach Ostasien aufs engste mit dem Namen A. verknüpft. 1905 trat A., als Truppenführer, Organisator, Verwalter und Wirtschaftler gleich bewährt, mit dem Rang eines Generals der Infanterie in den Ruhestand.

  • Literatur

    (H.) v. Löbbel's Jberr. üb. d. Heer- u. Kriegswesen, Jg. 33, 1906, S. 502;
    E. v. Frauenholz, Gesch. d. Kgl. Bayer. Heeres v. 1867-1914, 1931. – Qu.:
    Personalakt. im ehemaligen Heeresarchiv München.

  • Autor/in

    Heinz Kraft
  • Empfohlene Zitierweise

    Kraft, Heinz, "Asch zu Asch, Adolf Freiherr von" in: Neue Deutsche Biographie 1 (1953), S. 409 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116359501.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA