Lebensdaten
1890 bis 1974
Geburtsort
Liegnitz
Sterbeort
Tübingen
Beruf/Funktion
Mathematiker
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 116342323 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Koschmieder, Lothar

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Zitierweise

Koschmieder, Lothar, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116342323.html [14.12.2018].

CC0

  • Genealogie

    B Erwin (s. 1), Harald (s. 2);
    - 1) Liegnitz 1919 Johanna ( 1934), T d. Lehrers H. Schnieblich u. d. Emma Otto, 2) Nikolsburg 1936 Luise (* 1913), T d. Prof. Wilhelm v. Münchhausen (1868–1933) u. d. Margarethe Schwertassek;
    1 T aus 1), 2 S, 1 T aus 2).

  • Leben

    Nach dem Abitur am städtischen Gymnasium Liegnitz (1908) studierte K. an der Universität und TH Breslau, insbesondere bei A. Kneser und C. Caratheodory, Mathematik und schloß sein Studium mit je einem weiteren Semester in Freiburg und Göttingen ab. 1913 wurde er (Ref. Kneser) mit der Arbeit „Anwendung der elliptischen Funktionen auf die Bestimmung konjugierter Punkte bei Problemen der Variationsrechnung“ zum Dr. phil. promoviert, danach war er Assistent im mathematisch-physikalischen Seminar der Universität. Nach dem Kriegsdienst 1914-18 (Feldwetterdienst) habilitierte er sich in Breslau für Mathematik mit der Schrift „Untersuchungen über Jacobische Polynome“, 1924 wurde er außerplanmäßiger Professor, 1926/27 Lehrstuhlvertreter in Greifswald. 1927 erfolgte seine Berufung als ordentlicher Professor der Mathematik an die Deutsche TH Brünn und 1940 an die TH Graz; nach Kriegsende wurde er entlassen. Nach einigen Jahren Tätigkeit als|Freischaffender gelang es ihm, Vertragsprofessuren an der syrischen Staatsuniversität (1948/49), der Universität Nacional de Tucumán (Argentinien; 1949-53) und der irakischen Staatsuniversität in Bagdad (1953–58) zu erhalten. 1958 konnte er als Professor im Ruhestand (1960 Emeritus Universität Tübingen) nach Deutschland zurückkehren. Hier hielt er erfolgreiche Vorlesungen aus seinen Arbeitsgebieten bis 1973. Daneben war er als Gastprofessor an der türkischen Staatsuniversität in Izmir tätig. – An allen seinen zum Teil sehr schwierigen Arbeitsstellen bemühte sich K., sein Bestes zu geben. Gründlichkeit und Klarheit zeichneten seine Vorlesungen und auch Arbeiten aus. Seine mehr als 80 Veröffentlichungen in Fachzeitschriften in deutscher, englischer und spanischer Sprache entsprechen den schon von seiner Dissertations- und Habilitationsschrift vorgezeichneten Themen: Probleme der klassischen Variationsrechnung und der speziellen Funktionen im komplexen Gebiet, jeweils mit vielseitigen Anwendungen, auch auf die Zahlentheorie. Sein Buch „Variationsrechnung I, Das freie und gebundene Extrem einfacher Grundintegrale“ (1933, 21962; Göschenbd. Nummer 1074) ist eine vielgerühmte Einführung in dieses Gebiet.

  • Werke

    Weitere W Zur Erinnerung an A. Kneser, 1930. -
    Mithrsg. (1950/52);
    Univ. Nac. de Tucumán. Revista, Serie A: Matemática y física teórica;
    Serie Tecnica.

  • Literatur

    F. E. Herrera, in: Nac. de Tucumán. Revista, Serie A: Matem, y fís. teór. 13, 1960, S. 41-46 (W, L, P);
    H. Wielandt, in: Attempto, Nachrr. f. d. Freunde d. Univ. Tübingen, H. 51/52, 1974, S. 106 f. (P);
    Pogg. V-VII a.

  • Autor/in

    Otto Volk
  • Empfohlene Zitierweise

    Volk, Otto, "Koschmieder, Lothar" in: Neue Deutsche Biographie 12 (1979), S. 610 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116342323.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA