Lebensdaten
1843 bis 1899
Geburtsort
Manchester
Sterbeort
München
Beruf/Funktion
Maler
Konfession
keine Angabe
Normdaten
GND: 116326174 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Eysen, Louis

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Zitierweise

Eysen, Louis, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116326174.html [15.12.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Phil. Bernh. (1807–54), Kaufm. (Seidenfärber);
    M Auguste Wilh. Lemmé (1822–84), Vorfahren aus Holland; ledig.

  • Leben

    E. nahm mit 17 Jahren Zeichenunterricht in der „Städelschen Kunstanstalt“ in Frankfurt/Main und zugleich Malunterricht bei C. Hausmann. Als Schüler des Xylographen Alexander Stix (bis gegen 1865) wurde er mit den Landschaftsmalern des „Cronberger Kreises“ vertraut. 1865-69 weilte er häufig in Berlin sowie in München, wo er im Hause Viktor Müllers W. Leibl kennenlernte. Ende 1869 setzte er in Paris seine Studien fort, anfangs bei W. Scholderer, der ihn wie auch A. Schreyer zum Malen anregte, später bei L. Bonnat. Hier vertiefte sich die Freundschaft zu Leibl, über den er auch G. Courbet kennenlernte. Bei Kriegsausbruch kehrte er nach Frankfurt zurück, rege Beziehungen nach München unterhaltend, wo er die Freundschaft von Hans Thoma gewann. Dieser, dem er neben Leibl die stärksten Anregungen verdankte, hielt ihm und seinem Werk bis zuletzt die Treue. Seit 1873 lebte E. in Kronberg (Taunus); die Landschaftsbilder dieser Zeit hatten in der Öffentlichkeit nur geringen Erfolg. Da eine Reise nach Florenz und Rom 1874 von einem schweren Leiden keine Heilung brachte, siedelte er 1878/79 mit Mutter und Schwester nach Obermais bei Meran über. Dort vereinsamte er mehr und mehr, da er mit Ausnahme einiger Ausstellungen ohne Anerkennung und zeitlebens ohne Schüler blieb. – Die Bedeutung E.s beruht auf der Überwindung der stimmungsbetonten Auffassung der Landschaftsmalerei zugunsten einer mehr sachlichen Darstellung. Die Jahrhundert-Ausstellung Berlin 1906 gab den Anlaß zu seiner Wiederentdeckung.

  • Werke

    u. a. Schneeschmelze im Vorfrühling (Karlsruhe, Staatl. Kunsthalle); Feldweg b. Kronberg (ebd.);
    Frau mit Schirm in Landschaft (München, Bayer. Staatsgem.slgg.);
    Regenlandschaft (Kassel, Gal.);
    Südtiroler Landschaft (Frankfurt/M., Städt. Gal.);
    Bildnis d. Schwester Mary (ebd.);
    Wiesengrund (früher Berlin, verbrannt);
    zahlr. Hschn. (Berlin, Kupf.kab.); Handzeichnungen (Frankfurt/M., Kupf.kab. d. Städelschen Kunstinst.).

  • Literatur

    F. D. Innerhofer, Der Maler L. E., in: Zs. d. Ferdinandeums f. Tirol u. Vorarlberg, 3. Folge, H. 48, 1904, S. 304 ff.;
    Kat. d. Berliner Jh.ausstellung, München 1906;
    E. Waldmann, Das Bildnis im 19. Jh., I, 1912, S. 377 ff.;
    G. J. Wolf, Leibl u. s. Kreis, 1923, S. 153 ff.;
    L. Justi, Von Runge bis Thoma, 1932, S. 227 f.;
    W. Zimmermann, L. E., e. Btr. z. dt. Künstler- u. Kunstgesch. d. 19. Jh., Diss. Marburg 1950 (ungedr.);
    H. Geller, 150 J. dt. Landschaftsmalerei, 1951;
    ThB.

  • Portraits

    W. Leibl, nach 1870 (Privatbes. Magdeburg), Abb. b. E. Waldmann, Leibl, 1930, Abb. 106;
    Ölselbstbildnis (Offenbach/Glan, Privatbes.; Foto Marburg).

  • Autor/in

    Margarete Braun-Ronsdorf
  • Empfohlene Zitierweise

    Braun-Ronsdorf, Margarete, "Eysen, Louis" in: Neue Deutsche Biographie 4 (1959), S. 711-712 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116326174.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA