Lebensdaten
1820 bis 1872
Sterbeort
Ober-Ramstadt
Beruf/Funktion
Botaniker ; Arzt
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 11628465X | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Alefeld, Friedrich Christoph Wilhelm
  • Alefeld-Lechdring, Friedrich (genannt)
  • Lechdringhausen, Friedrich (genannt)
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Zitierweise

Alefeld, Friedrich, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd11628465X.html [18.11.2018].

CC0

  • Genealogie

    Aus hessischem Gelehrtengeschlecht;
    Stamm-V Johann Ludwig Alefeld (1695–1760), ordetlicher Professor der Dichtkunst und Philosophie und der Physik und Rektor in Gießen;
    V Georg Wilhelm Karl Alefeld, Kirchenrat, Dekan zu Eberstadt und Pfarrer;
    M Katharina Graff aus Lyon;
    11.11.1847 Luise, T des Kirchenrats Johann Jakob Vogel aus Nieder-Ramstadt; 2 K.

  • Leben

    A. studierte Medizin und Naturwissenschaften in Gießen und Heidelberg. 1843 in Gießen promoviert, wirkte er als praktischer Arzt zunächst in Niedermodau, dann 25 Jahre in Ober-Ramstadt. Seine wissenschaftliche Tätigkeit richtete sich besonders auf die taxonomische Bearbeitung der heimischen Nutzpflanzen (vornehmlich Leguminosen und Malvaceen). Daneben hat er die kleine Familie der Pirolaceen monographisch dargestellt. Das Verdienst seiner „Landwirtschaftlichen Flora … Mitteleuropas“ (1866) ist die systematische Behandlung aller Kulturvarietäten, doch fand die Aufstellung einiger neuer Gattungen keine Zustimmung. An weitere Kreise wandte sich ferner die „Bienenflora“ (1856), während die „Phytobalneologie“ (1863) die Methoden der Naturheilkunde über eine dieser Richtung wenig aufgeschlossene Zeit weiterreichte. A. war Mitglied verschiedener naturwissenschaftlicher Gesellschaften.

  • Literatur

    ADB I; H. Schenck, in: Hess. Biogrr. III, 1934, S. 17-20 (W).

  • Portraits

    Ölgem. v. Prof. Noack in Darmstadt.

  • Autor/in

    Martin Müllerott
  • Empfohlene Zitierweise

    Müllerott, Martin, "Alefeld, Friedrich" in: Neue Deutsche Biographie 1 (1953), S. 190 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd11628465X.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA

  • Leben

    Alefeld: Friedrich A., gen. Lechdring Lechdringhausen, Arzt und Botaniker, geb. 21. Oct. 1820 zu Gräfenhausen in Hessen-Darmstadt, 28. April 1872 zu Ober-Ramstadt. Sohn des zu Nieder-Modau verstorbenen Kirchenraths A., besuchte er (nach Privatmittheilungen) die Gymnasien zu Worms und Darmstadt, bezog 1839 die Universität Gießen und studirte 1840—42 zu Heidelberg, wo er insbesondere der Naturwissenschaft sich zuwandte, darauf promovirte er zu Gießen am 23. Sept. 1843. Nach einer halbjährigen praktischen Thätigkeit im Juliushospital zu Würzburg, ließ er sich als Arzt in der Nähe von Darmstadt und zwar zuerst im Frühling 1844 zu Nieder-Modau und drei Jahre später zu Ober-Ramstadt nieder. Seine wissenschaftliche Thätigkeit richtete sich insbesondere auf die systematische Bearbeitung der deutschen Nutzpflanzen, unter denen er die einzelnen Formen mit großem Fleiße zu unterscheiden und festzustellen suchte, wobei er freilich sich hie und da wol etwas zu sehr der Aufstellung neuer Arten und Gattungen zuneigte, wie das ja so leicht geschieht. Diese Arbeiten führten ihn weiter zur Bearbeitung einzelner Pflanzengattungen insbesondere aus den Familien der Leguminosen und Malvaceen. Außer einer Reihe von Abhandlungen in den deutschen botanischen Zeitschriften (bes. Bonplandia und Flora) schrieb er: „Die Bienenflora Deutschlands“ (Darmstadt 1856), „Grundzüge der Phytobalneologie od. Lehre von den Kräuterbädern“ (Neuwied 1863), „Landwirthschaftliche Flora Mittel-Europa's“ (Berlin 1866).

    • Literatur

      Pritzel, Thes. lit. bot.; Catalog of scientific papers I. p. 40.

  • Autor/in

    C. Jessen.
  • Empfohlene Zitierweise

    Jessen, Carl, "Alefeld, Friedrich" in: Allgemeine Deutsche Biographie 1 (1875), S. 333 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd11628465X.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA