• Genealogie

    V Heinrich Adolf (1804–53), Prediger in Blumberg;
    M Pauline Emilie, T des Friedensrichters Scholinus.

  • Leben

    B. besuchte 1865-68 die Bauakademie in Berlin und wurde nach praktischer Tätigkeit als|Architekt im öffentlichen Dienst 1875 von F. Adler und E. Curtius mit der technischen Leitung der Grabungen in Olympia betraut. 1877 wurde er technischer Hilfsarbeiter bei der Stadt Berlin und gab 1879-82 mit Peter Walle das „Wochenblatt für Architekten und Ingenieure“ heraus, in dem er seine ersten Arbeiten über Olympia, Eleusis, Tegea, Pergamon und gotische Bauten in Zypern veröffentlichte. Ihnen folgten die vier Bücher, die seinen Namen bekannt machten. 1886 mit der Aufnahme der Bau- und Kunstdenkmäler Ostpreußens beauftragt und 1891 zum Provinzialkonservator bestellt, gab er in erstaunlich kurzer Zeit, ohne sich auf systematische Vorarbeiten stützen zu können, in acht Bänden die „Bau- und Kunstdenkmäler der Provinz Ostpreußen“ (1892-98) heraus, die heute, nach dem Verlust des Landes und seines Kulturgutes, von unersetzlichem Wert sind. 1889 wurde B. auch Provinzialkonservator von Westpreußen.

  • Werke

    Weitere W Olympia, das Fest u. d. Stätte, 1883;
    Auf griech. Landstraßen, 1884;
    Die Ausgrabungen d. Franzosen auf Delos, 1884;
    Die Akropolis v. Athen. 1888.

  • Literatur

    Danziger Neueste Nachrr., 1901, Nr. 133;
    Denkmalpflege 3, 1901, Nr. 6;
    Ber. d. Konservators f. Ostpr., 1902, S. 3;
    Helmolt. in: BJ VI, S. 212 f. (u. Totenliste 1901. L);
    Ch. Krollmann, in: Altpreuß Biogr. I, 1941.

  • Autor/in

    Fritz Gause
  • Empfohlene Zitierweise

    Gause, Fritz, "Bötticher, Adolf" in: Neue Deutsche Biographie 2 (1955), S. 411 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116226420.html#ndbcontent

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