Lebensdaten
1835 bis 1919
Geburtsort
Wien
Sterbeort
Wien
Beruf/Funktion
Klavierfabrikant
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 116225556 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Bösendorfer, Ludwig

Verknüpfungen

Von der Person ausgehende Verknüpfungen

Personen in der NDB Genealogie

Verknüpfungen auf die Person andernorts

Weitere Erwähnungen in der NDB/ADB

Verknüpfungen zu anderen Personen wurden aus den Registerangaben von NDB und ADB übernommen und durch computerlinguistische Analyse und Identifikation gewonnen. Soweit möglich wird auf Artikel verwiesen, andernfalls auf das Digitalisat.

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Zitierweise

Bösendorfer, Ludwig, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116225556.html [20.11.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Ignaz (1794–1859), gründete 1828 die Firma Bösendorfer, zählte zu den besten Klaviermachern seiner Zeit, so daß seine Instrumente von F. Liszt u. a. bevorzugt wurden, S des Jakob, Tischlermeister, aus Würzburg, und der Martha Kiefer;
    M Franziska, T des Gastgebers Jos. Hartl und der Franziska Kriegler;
    1) 1862 Cölestine Aichner von Posbach, 2) Henriette Latinovics de Borsod (1831–1906) aus Ilok (Slavonien); kinderlos;
    Stief-T (⚭ Alexander Girardi, 1850–1918, Wiener Charakterkomiker).

  • Leben

    B. besuchte 1850-52 das Polytechnische Institut in Wien und war dann im väterlichen Betrieb, den er 1859 übernahm, tätig. Wie für seinen Vater war auch für ihn nicht die Mengenleistung, sondern allein die Güte der Einzelherstellung maßgebend und erfolgbringend. Die Teilnahme an den meisten - auch überseeischen - Weltausstellungen half ihm Weltruf zu erlangen. Mit den bedeutendsten Musikern war er befreundet. Er baute zwei Konzertsäle in Wien, u. a. 1872 den berühmt gewordenen „B.saal“, und unterstützte die Errichtung eines Prachtbaues der Wiener Gesellschaft der Musikfreunde, die ihn in ihr Direktorium berief. Zahlreiche Auszeichnungen wurden ihm verliehen. 1909 übergab er seinen Betrieb, unter Sicherung von dessen Weiterführung im eigenen Sinne, an den ihm befreundeten Carl Hutterstrasser. Zum Haupterben seines beachtlichen Vermögens machte er eine von der Gesellschaft der Musikfreunde zu schaffende „Ludwig B. Stiftung“. - B. und sein Vater hatten keine grundlegenden, neuen Ideen auf dem Gebiet des Klavierbaues, sie haben aber durch eine fast einmalige Sorgfalt und jede Einzelheit berücksichtigende Genauigkeit ihrer Arbeit die Klaviererzeugung aus einem Gewerbe zu einer Kunst gemacht. Ihr Name ist damit Begriff geworden.

  • Literatur

    (auch f. V Ignaz) Kat. d. Weltausstellung London, 1862;
    100 Jahre B. 1828-1928, Selbstverlag d. Fa. B.;
    C. Lafite, in: NÖB VIII, S. 45-49;
    Österr. Naturforscher u. Techniker, hrsg. v. d. Österr. Ak. d. Wiss., Wien 1950.

  • Autor/in

    Viktor Schützenhofer
  • Empfohlene Zitierweise

    Schützenhofer, Viktor, "Bösendorfer, Ludwig" in: Neue Deutsche Biographie 2 (1955), S. 408 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116225556.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA