Lebensdaten
1828 bis 1905
Geburtsort
Plibischken (Ostpreußen)
Sterbeort
Königsberg (Preußen)
Beruf/Funktion
Kant-Forscher
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 116209674 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Arnoldt, Emil

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Zitierweise

Arnoldt, Emil, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116209674.html [10.12.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Friedrich Wilhelm Arnoldt, Pfarrer;
    M Charlotte Johanna Romanowsky;
    Ernestine von Keudell.

  • Leben

    A. hat sein ganzes Leben dem Studium der Kantschen Philosophie gewidmet, darüber hinaus sein eigenes Dasein ohne Rücksicht auf äußeren Gewinn nach den Grundsätzen seines großen Landsmannes gelebt. Als Student hatte er sich der „Freien evangelischen Gemeinde“ in Königsberg und ihrem Führer Julius Rupp (dem Großvater der Käthe Kollwitz) angeschlossen, trat öffentlich für diese Überzeugungen ein und wurde deshalb mit einer Gefängnisstrafe belegt. Man wies ihn sogar (1852) aus Königsberg aus; erst 1859 wurde dieser Befehl wieder aufgehoben. Nach wie vor galt er indes als „verdächtiges Individuum“ und erreichte erst 1874, daß er sich habilitieren konnte. Obwohl K. Rosenkranz für ihn eintrat, wurde ihm Quäbiker als außerordentlicher Professor vorgezogen (Quäbiker ist das Urbild des Sudermannschen Romans „Der tolle Professor“). 1878 hat A. sein akademisches Amt aufgegeben. Seine bedeutendste Leistung ist seine Einleitung in die Philosophie, die eigentlich eine Einleitung in die Kantsche Philosophie ist (Band 3 seiner Schriften). Seine Arbeiten zu Kant tragen häufig philologischen Charakter, der einer allgemeinen Wirkung seiner Leistung mitunter im Wege stand.

  • Werke

    Philosoph. Schrr., 10 Bde., hrsg. v. O. Schöndoerffer, 1909 ff. (P in Bd. 4, 1911).

  • Literatur

    G. v. Selle, Gesch. d. Albertus-Univ. z. Königsberg i. Pr., 1944;
    BJ X (Totenliste 1905, L);
    Ch. Krollmann, in: Altpreuß. Biogr. I, 1941.

  • Autor/in

    Götz von Selle
  • Empfohlene Zitierweise

    Selle, Goetz von, "Arnoldt, Emil" in: Neue Deutsche Biographie 1 (1953), S. 392 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116209674.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA