Lebensdaten
1876 bis 1949
Geburtsort
Zwickau (Sachsen)
Sterbeort
Marburg/Lahn
Beruf/Funktion
Anglist
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 116087978 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Deutschbein, Max Leo Ammon
  • Deutschbein, Max
  • Deutschbein, Max Leo Ammon

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Zitierweise

Deutschbein, Max, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116087978.html [13.12.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Karl ( 1906), Gymnasialprofessor in Zürich, durch seine englischen Schulgrammatiken bekannt;
    M Elizabeth Man, aus Lichfield (Stafford), England;
    1902 Dr. phil. Marie Anna, T des Arztes Dautzenberg in Zwickau; kinderlos.

  • Leben

    Durch Vater und Mutter für die Anglistik prädestiniert, studierte D. in Berlin und Leipzig, besonders unter A. Brandl, E. Sievers, R. Wülker und W. Wundt. Er habilitierte sich 1902 in Leipzig, wurde 1906 dort zum außerordentlichen und 1910 zum ordentlichen Professor in Halle ernannt. 1919 folgte er dem Ruf an die Universität Marburg, wo er bis zu seinem Tode lehrte. Sein Interesse galt der Linguistik und Literaturwissenschaft in gleichem Maße. Besonders durch seine Gattin angeregt, waren seine Vorlesungen auch philosophisch unterbaut. Von weitreichender Bedeutung sind unter anderem seine Grammatik, ein System der Syntax und eine Stilistik der englischen Sprache. Kinderlos, ist er ein väterlicher Freund seiner Studenten gewesen, mit denen er edle Geselligkeit pflegte. Durch seine hohe ethische Menschlichkeit fesselte er nicht weniger als durch seinen lebendigen Vortrag. Seine letzten Lebensjahre galten vor allem der Shakespeare-Forschung; seit 1943 war er Vizepräsident der Deutschen Shakespeare-Gesellschaft und Herausgeber des Shakespeare-Jahrbuches.

  • Werke

    W. u. a. Stud. z. Sagengesch. Englands, I: Wikingersagen, 1906;
    System d. neuengl. Syntax, 1916, 41931;
    Sprachpsycholog. Stud., T. 1, 1918, T. 2: Satz u. Urteil, 1919;
    Grammatik d. engl. Sprache f. höhere Schulen auf wiss. Grundlage, 1924, 141953;
    Hdb. d. engl. Grammatik (mit H. Mutschmann u. H. Eicker), 1926, 21931;
    Engl. Volkstum u. engl. Sprache, in: Hdb. d. Englandkde., 1. T., 1928;
    Romantisch u. Romanesk, in: Britannica, Festschr. f. M. Förster, 1929, S. 218 ff.;
    Neuengl. Stilistik, 1932 (gekürzte japan. Übers., Tokio 1936);
    Shakespeares Macbeth als Drama d. Barock, 1936;
    Shakespeare u. d. Wort, in: Festschr. z. Shakespeare-Woche in Bochum, 1937;
    Aspekte u. Aktionsarten, in: Neuphilol. Mschr. 10, 1939;
    Shakespeares persönl. u. literar. Sonette, in: Shakespeare-Jb. 78/79, 1941-43;
    Der Hamletmonolog „To be or not to be“, ebd. 80/81, 1944 bis 1945.

  • Literatur

    Engl. Kultur in sprachwiss. Deutung, M. D. z. 60. Geb.tag, 1936 (W, P);
    Nachruf, in: Shakespeare-Jb. 84/86, 1948-50 (P).

  • Autor/in

    Will Héraucourt
  • Empfohlene Zitierweise

    Héraucourt, Will, "Deutschbein, Max" in: Neue Deutsche Biographie 3 (1957), S. 624 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116087978.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA