Lebensdaten
1910 bis 1983
Geburtsort
Berlin
Beruf/Funktion
Schauspieler
Konfession
keine Angabe
Normdaten
GND: 108078329 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Odemar, Erik Fritz Signy
  • Odemar, Erik
  • Ode, Erik
  • mehr

Verknüpfungen

Von der Person ausgehende Verknüpfungen

Personen in der NDB Genealogie

Verknüpfungen auf die Person andernorts

Verknüpfungen zu anderen Personen wurden aus den Registerangaben von NDB und ADB übernommen und durch computerlinguistische Analyse und Identifikation gewonnen. Soweit möglich wird auf Artikel verwiesen, andernfalls auf das Digitalisat.

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Zitierweise

Ode, Erik, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd108078329.html [19.11.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Fritz (s. 1);
    M Erika Nymgau;
    Berlin 1942 Hilde Volk, Schausp.; kinderlos.

  • Leben

    O., der bereits mit 12 Jahren in einer kleinen Rolle den jugendlichen Jesus in dem Passionsfilm „I.N.R.I.“ (1923) spielte, erhielt 1928 ein Engagement am Berliner Theater am Schiffbauerdamm. Seit 1933 trat er in Berliner Operettenbühnen auf. 1939 ging er ans Bayer. Staatsschauspiel nach München, 1945/46 kehrte er nach Berlin ans Theater am Kurfürstendamm und an die Komödie zurück. Seit 1949 spielte und inszenierte er auch an der Berliner Tribüne, u. a. Bus-Feketes Stück „Jean“, in dem er die Titelrolle übernahm. Den Darsteller O. zeichneten Verhaltenheit und Zurückhaltung aus, Züge, die später besonders seine bekannteste Fernsehrolle, den „Kommissar“ prägten. 1948/49|war O. Oberspielleiter beim RIAS, außerdem arbeitete er als Synchronsprecher. In den 50er und 60er Jahren inszenierte er an den Berliner Boulevardtheatern etwa 30 Stücke. Nach einer großen Anzahl von Nebenrollen im Film der 30er Jahre, oft als leichtlebiger Student oder Bonvivant, inszenierte er in den 50er Jahren mehr als 15 Revue- und Schlagerfilme, u. a. „Schlagerparade“ (1953), „Liebe, Jazz und Übermut“ (1956) sowie „… und abends in die Scala“ (1957). Einer größeren Öffentlichkeit bekannt wurde O. als Hauptdarsteller der ZDF-Krimi-Serie „Der Kommissar“ (1968-76, 97 Folgen), in der er den wortkargen, gütigen, betont ruhig agierenden, doch zuweilen etwas bieder und melancholisch wirkenden Kommissar Keller verkörperte. O. brach die Normalität der Figur unmerklich, doch es genügte, um Leitfigur des Fernsehpublikums der 60er und 70er Jahre und späterer deutscher Kriminalserien zu werden. In den 70er Jahren trat er wieder auf Tourneetheater-Bühnen auf (etwa als Loman in Millers „Tod eines Handlungsreisenden“, 1977). Eine seiner Paraderollen war der Pickering in Shaws „Pygmalion“ (1980, auch als TV-Spiel realisiert). Außerdem inszenierte er als Gastregisseur Folgen der Krimi-Serie „Derrick“.

  • Werke

    Der Kommissar u. ich, Die E. O.-Story, 1972 (P).

  • Literatur

    B. Witter, Der Kommissar u. d. gestellte Ruhe, Ein Gespräch mit E. O., in: Die Zeit v. 11.7.1975;
    H. Nogly, Und was machen Sie jetzt, Herr Kommissar? in: Stern v. 18.3.1976 (P);
    Dt. Bühnenjb. 80, S. 57 f., 90, S. 769;
    F. Luft. Segen u. Fluch d. Serienhelden, in: Die Welt v. 22.7.1983 (P);
    K Hickethier, Die umkämpfte Normalität, in: K. Ermert u. W. Gast (Hg.), Der neue dt. Kriminalroman, 1985, S. 193-99;
    Kosch, Theaterlex.;
    Reclams dt. Filmlex., 1984;
    CineGraph.

  • Autor/in

    Jürgen Kasten
  • Empfohlene Zitierweise

    Kasten, Jürgen, "Ode, Erik" in: Neue Deutsche Biographie 19 (1999), S. 418 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd108078329.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA