Lebensdaten
1897 bis 1941
Geburtsort
Aachen
Sterbeort
Bonn
Beruf/Funktion
Journalist ; Schriftsteller
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 104361557 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Cremers, Paul Joseph
  • Cremers, Joseph
  • Cremers, Paul Joseph

Porträt(nachweise)

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Zitierweise

Cremers, Joseph, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd104361557.html [13.12.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Laurenz Jos., Buchhalter in Aachen, S des Anstreichers L. Heinr. Jos. u. der Maria Josephine Roderburg aus Burtscheid;
    M Agnes Rosa, T des Paul Hubert Haupts, Maler u. Anstreicher in Aachen, u. der Josephine Degraa;
    Gerty, T des Heinr. Haas u. der Joh. Hürter.

  • Leben

    C. studierte in Bonn, wo er bei Berthold Litzmann über den magischen Idealismus des Novalis promovierte, und war 1922-37 Kunstschriftsteller der „Rheinisch-Westfälischen Zeitung“. 1938 verzog er nach Bonn. Mit Paul Landsberg gab er eine rein künstlerische Zeitschrift heraus: „Die Schöpfung“ (1920, ein Jahrgang); dann war er beteiligt an der Redaktion der 2 Bände „Deutsches Theater“, Jahrbuch für Drama und Bühne (zusammen mit P. Bourfeind und J. Gentges, 1923 und 24). Als Dichter trat er im Anfang der 20er Jahre hervor. Die spannend gebaute dramatische Reportage „Die Marneschlacht“ (1933) brachte einen ungeahnten Erfolg von der Bühne bis in die Schullektüre. Es ist eine aktenmäßig genaue Darstellung der Ereignisse von 1914 nach dem Quellenbuch von Karl Bartz. Charakteristik der Personen, so des Oberstleutnants R. Hentsch, und Aufbau der Handlung sind vorzüglich. Zweifellos war hier eine dramatische Begabung aufgetaucht. Die „Rheinlandtragödie“ (1934) ist in der Betonung menschlicher Einzelschicksale und der lebendigen Darstellung des Eifeler Bauernaufstandes gegen die Separatisten bei gleicher Genauigkeit des historischen Stoffes schon echtere Dichtung. Das Schauspiel „Richelieu“ (1935), zweifellos in seinen Absichten ebenfalls zeitbedingt, gibt die historische Treue auf und gestaltet den Kardinalherzog als nationalen Führer, der für Einheit und Weltgeltung seines Landes kämpft. Wie beweglich aber der Geist des neuen Könners war, zeigt die folgende Komödie „Das Gastmahl der Götter“ (1936), die drei Glückssucher mit phantastisch übersteigerten Wünschen in die Götterwelt entrückt, um sie geläutert in ihr schlichtes Menschendasein zu entlassen. Solche Glücksucher sind ja seit Brentano echt rheinische Gestalten.

  • Werke

    Weitere W u. a. Muspilli od. d. Prinz v. Oahu, Komödie, 1923;
    Charakterbilder d. neuen Kunst (Joh. Greferath, Jos. Weiß, Jan Thorn-Prikker, Jos. Hegenbarth, Eb. Viegener), 1924, 5 Bde.;
    Das Liebesfest, Drama, 1924;
    Peter Behrens, Monogr., 1928;
    1813, ein dt. Schauspiel, 1938;
    Katharina u. Colligny, Schauspiel, 1938.

  • Literatur

    C. Baumbauer, in: Die Westmark 5, 1937/38;
    O. Brües, in: Die Neue Lit., Sept. 1941;
    Kosch, Lit.-Lex. (W);
    Kürschner, Lit.-Kal., 1939 (W).

  • Autor/in

    Carl Enders
  • Empfohlene Zitierweise

    Enders, Carl, "Cremers, Joseph" in: Neue Deutsche Biographie 3 (1957), S. 410 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd104361557.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA